Fit durch den Winter, Teil 3

Bei ersten Erkältungsanzeichen

  • Für Ruhe und Entspannung sorgen.
  • Wenn möglich, gleich ein Salzbad nehmen und anschließend im warmen Bett ausruhen.
  • Heißen Lindenblütentee oder Salbeitee trinken und schwitzen.
  • Mit verdünnter Sole stündlich gurgeln und den Mund kräftig spülen.
  • Nasenspülung mit einprozentiger Sole machen (2 Gramm Kristallsalz auf 200 ml Wasser).

Wenn die Erkältung ausgebrochen ist
Alle oben genannten Therapien helfen auch bei manifestierten Infektionen. Zusätzlich können Sie einen Einlauf mit 2 Liter warmem Wasser machen. Lösen Sie darin 2 Esslöffel  Kristallsalz , um unser wichtigstes Abwehrorgan, den Darm, bei seiner Entgiftungsarbeit zu unterstützen.

Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen
Machen Sie alle zwei bis drei Stunden Nasenspülungenmit einer einprozentigen Solelösung (2 Gramm Kristallsalz auf 200 ml warmes Wasser oder 2 Teelöffel konzentrierte Sole auf 200 ml warmes Wasser). Dazwischen können Sie die Nasenschleimhäute auch mit der so verdünnten Sole benetzen.
Tipp: Füllen Sie die verdünnte Sole in ein gläsernes Pipettenfläschchen (gibt’s in der Apotheke) für unterwegs. Bei Bedarf ein bis zwei Tropfen in die Nase träufeln.

Halsschmerzen, Heiserkeit, Mandelentzündung
Gurgeln Sie stündlich mit warmer, verdünnter Sole. Machen Sie feuchtwarme Halswickel mit in Salzwasser (ca. 2 Teelöffel Kristallsalz auf 1/4 Liter Wasser) getränkten Tüchern. Einen weichen Wollschal locker darüber binden.

Husten, Bronchitis
Geben Sie 1  Liter kochendes Wasser in eine Schüssel und lösen Sie darin 10 bis 20 GrammKristallsalz. Beugen Sie sich darüber – über dem Kopf ein großes Handtuch – und atmen Sie nun die Dämpfe tief ein. Warme Brustwickel mit in verdünnter Sole getränkten Tüchern oder ein Salzhemd lindern den Hustenreiz. Sie können auch ein Leinensäckchenmit Kristallsalz im Ofen auf ca. 50 Grad erwärmen und auf Brust oder Rücken legen.
Wichtig: Viel Wasser trinken, um den Schleim zu verflüssigen!

Ohrenschmerzen
Verrühren Sie eine Prise Salz mit einem Teelöffel warmem Olivenöl. Tränken Sie nun ein Wattebäuschchen damit und geben Sie dies vorsichtig ins Ohr. Achtung: Nicht hineinstecken, sondern nur sanft auf den äußeren Gehörgang drücken. Ein auf 50 Grad erwärmtes  Leinensäckchen  mit Kristallsalz auf das betroffene Ohr gelegt, lindert ebenfalls die Schmerzen und beschleunigt die Heilung.

Leichtes Fieber
Ein 37 Grad warmes Kristallsalzbad (1 bis 2 Kilo Salz pro Wanne) helfen dem Körper zu entschlacken und die Infektion abzuwehren. Anschließend ins warme Bett, einen heißen Tee trinken und nachschwitzen.

Hohes Fieber
Körperwarme oder kühle Salzfußbäder (1/2 Säckchen Salz = ca. 500 g auf 5 Liter Wasser) senken die Temperatur, beschleunigen den Giftstoffabbau und unterstützen die Infektabwehr. Nachts helfen Salzsocken. Dazu Baumwollsocken in konzentrierter Salzlösung tränken, auswinden, feucht anziehen und mit einem trockenen Handtuch umwickeln. Kalte Wadenwickel mit in Sole getränkten Handtüchern wirken stärker ale herkömmliche Wadenwickel.

Sollten sich die Symptome verschlimmern, suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf!

Fit durch den Winter, Teil 2

Sole – flüssiges Sonnenlicht
Nichts fehlt uns mehr in grauen, trüben Wintertagen als wärmende, energiespendende Sonnenstrahlen. Unbewusst wissen wir das, denn wir sehnen uns nach warmer Meeresbrandung, einem Strandurlaub unter Palmen immer dann, wenn unsere Energiereserven erschöpft sind. Einige verbringen deswegen Weihnachten oder den ganzen langen Winter irgendwo im warmen Süden.
Aber nur wenige haben echte Zugvogelmentalität, und die meisten von uns können sich eine drei- bis fünfmonatige Auszeit einfach nicht leisten. Erschwingliche Kurztrips an sonnenwarme Strände über Weihnachten und Neujahr sind wenig empfehlenswert, da sie den Rhythmus des Organismus meist überfordern und durcheinander bringen.
Die Kraft des Lichts können wir uns aber in dunklen Zeiten durch Kristallsalzsole zuführen. Wir holen uns so Sonnenenergie in unseren Körper und füllen somit unseren Energiespeicher wieder auf.  Auch die trockene Heizungsluft kann man in wohltuendes Meeresklima verwandeln: Ein Kristallsalz-Ionisator reichert die staubige Luft mit Urmeerwassertröpfchen an und schafft Ihnen ein Raumklima ähnlich wie am Meer.

Fit mit Kristallsalz
Vorbeugen ist besser als Heilen
Trinken Sie jeden Morgen auf nüchternen Magen einen Teelöffel Sole, hergestellt aus den Kristallsalzbrocken, gelöst in einem Glas mit gutem Quellwasser.
Trinken Sie auch im Winter mindesens zwei Liter lebendiges, mineralarmes Quellwasser ohne Kohlensäure, um die anfallenden Schlackenstoffe gut ausscheiden zu können.
Spülen Sie morgens und abends eine Minute lang Ihren Mund nach dem Zähneputzen mit Sole. Testen Sie selbst, welche Konzentration Ihnen am besten bekommt. Beginnen Sie mit einer Teelöffelspitze Kristallsalz bzw. einem Teelöffel konzentrierter Sole auf 100 ml warmes Wasser und erhöhen Sie die Dosis nach Gefühl.

Nasenspülung
Machen Sie täglich eine Nasenspülung. Besorgen Sie sich dazu eine gläserne Nasendusche. Geben Sie hierzu zwei Gramm (ca. zwei Messerspitzen)Kristallsalz oder zwei Teelöffel konzentrierte Sole auf 200 ml warmes Wasser.

Salzpeeling
Gönnen Sie sich ein- bis zweimal pro Woche ein Salzpeeling unter der Dusche. Nehmen Sie dazu etwas feines Kristallsalz, rubbeln Sie damit nach gründlicher Vorreinigung mit reichlich warmem Wasser Ihren feuchten Körper ein paar Minuten ganz sanft ab. Das Salz nur ganz kurz abduschen, dann trockentupfen und im vorgewärmten Schlafanzug oder Nachthemd ins Bett gehen.
Grobes Kristallsalz vermischt mit hochwertigem, naturreinen Körperöl verwöhnt Ihre Haut doppelt: Tragen Sie das Öl-Salz-Peeling großzügig auf den ganzen Körper auf, wickeln Sie sich in ein Leintuch und ruhen Sie warm zugedeckt mindestens 30 Minuten. Anschließend lauwarm abduschen und trockentupfen. Ihre Haut fühlt sich superweich und samtig an.

Kristallsalzbad
Genießen Sie am Wochenende ein ausgiebiges Kristallsalzbad. Lösen Sie ein bis zwei Kilo Kristallsalz in der wenig gefüllten Badewanne gänzlich auf (dies dauert ca. eine halbe Stunde). Dann weiter 37 Grad warmes Wasser zufließen lassen und mindestens dreißig Minuten darin schweben. Kerzenlicht und harmonische Musik erleichtern die Entspannung. Anschließend nur trockentupfen und schnell ins warme Bett gehen.

Wie Ihen Kristallsalz bei Erkältungen helfen kann, erfahren Sie in Teil 3.

 

 

Fit durch den Winter, Teil 1

Winterzeit – die stille Zeit

Lange Nächte, dunkle Wolken, Nebelschwaden, nasskalter Wind, Graupelschauer, kahle Bäume, erfrorene Blumen und stumpfe Wiesen legen dicke Grauschleier auf die Seele. Wir frieren, fühlen uns träge, müde und lustlos, sehnen uns nach Wärme, nach lebendigem Grün und nach Licht. Die fehlende Sonne und die erstarrte Natur senken die Produktion vieler Aktivitätshormone, denn eigentlich ist im Winter Ruhe und Rückzug angesagt für alle Lebewesen.
Einige Vögel verschwinden rechtzeitig in mildere, lebensfrohere Gefilde, andere Tiere, wie Siebenschläfer, Igel und Bären, verschlafen die kalten Monate einfach in geschützten Höhlen, und viele Insekten lassen sich regelrecht einfrieren. Auch wir Menschen leiden unter deutlichem Kräftemangel. Deswegen erleuchten wir die finsteren Tage mit Kerzenlicht, schmücken die Häuser mit immergrünen Tannen und Misteln. Heute nennen wir es Advent und Weihnachten, aber diese Winterrituale gab es zu allen Zeiten. Denn sie helfen auf vielfältige Weise, das Defizit an Licht und Lebensenergie auszugleichen.

Winterleben gegen den natürlichen Rhythmus

Wir modernen Menschen dürfen uns in der stillen Jahreszeit aber keine Verschnaufpause gönnen. Unser Alltag läuft unbarmherzig weiter. Dank übervoller Supermärkte, modernster Heizungen und elektrischem Licht, Autos, Fernseher und Computern hat der Winter scheinbar seine Schrecken verloren. Genug künstlich konserviertes oder künstlich hochgezüchtetes Nahrungsangebot, wärmedämmende Kunstfaserkleidung, künst-liche Wärme in Wohnungen und Büros und künstliches Licht soll genügen, um auch im Winter genauso wie im Frühling zu funktionieren und volle Arbeitsleistung zu erbringen.
Unser Körper lässt sich aber nicht täuschen. Mangels natürlicher Lebensenergie drosselt er den Stoffwechsel und die aktiven Funktionen. Künstlich konservierte Nahrungsmittel, Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Nikotin, aber auch Elektrosmog, Abgase oder Chemikalien schwächen jetzt den Organismus zusätzlich, legen unser Immunsystem lahm. Zentralheizungen trocknen unsere Schleimhäute aus und machen sie so für Viren und Bakterien empfänglich. Fast jeder fängt sich deswegen eine „Grippe“ ein. Halsweh, Triefnase, dicker Kopf und Gliederschmerzen zwingen zur nötigen Ruhe im warmen Bett. Doch meist unterdrücken wir pflichtbewusst solche Unpässlichkeiten mit Fiebersenkern, Schmerzhemmern und Antibiotika, um weiterhin perfekt funktionieren zu können. Dadurch erhöht sich unsere Infektanfälligkeit, wir haben mit ständig wiederkehrenden Erkältungen zu kämpfen oder entwickeln sogar schwerwiegende Infekte, wie Nebenhöhlenentzündungen, Mittelohrvereiterungen, Bronchitis bis hin zu Lungenentzündungen.

Zur Ruhe finden und die Stille genießen

Im Winter sollten wir unserem Bedürfnis nach Rückzug, Regeneration und Geborgenheit nachgeben. Leider können wir nicht schlafen, bis es hell wird, und uns nicht schon nachmittags um vier zusammen mit Familie, Freunden oder Kollegen an einen warmen Kachelofen setzen. Trotzdem können wir dagegen steuern: statt hektischem Radio im Auto lieber eine Kassette mit ruhigen Klängen einlegen: Klassik, Schmusepop, Weihnachtslieder oder Meditationsmusik. Zeitungen und Fernsehen sollte man wenigstens zeitweise bewusst ignorieren. Statt grausamer Nachrichten, quälenden Politdiskussionen, unbefriedigenden Halbwahrheiten, seichtem Blödsinn, Konsumterror, hochgegaukeltem Körperwahn, schneller Lustbefriedigung ohne echtem Gefühl und ohne wahre Erfüllung, Brutal- und Horrorerzählungen können Sie sich einen wunderschönen Videofilm ansehen, einen Brief mit der Hand schreiben, herrliche Musik hören, einen Saunabesuch einlegen, der unserem Wunsch nach Wärme nachkommt, mit Freunden reden, spielen oder nur still zusammensitzen. Keine Sorge, Sie verpassen nichts, wenn Sie einmal keine Zeitung lesen und den Abend nicht vor dem Fernseher verbringen. Und noch ein Tipp: Auch Telefone, Faxgeräte, Handys und Computer verfügen über eine „AUS“-Taste!

Kristallsalz im Winter

Wenn Schneemassen oder Glatteis die Straßen unpassierbar machen, streuen blinkende Ungetüme tonnenweise Salz aus. Denn Salz verflüssigt gefrorenes Wasser auch bei strengsten Minustemperaturen. Salz bringt wieder Fluss in erstarrte Strukturen. So lebensnotwendig Wasser für unseren Körper ist, genauso wichtig ist auch Salz. Ohne Salz funktionieren die wichtigen elektrischen Impulse unserer unzähligen Nervenfasern nicht, da Salz für die Leitfähigkeit in unserem Körper verantwortlich ist. Jede einzelne Zelle, jedes Organ braucht die Mineralstoffe und Spurenelemente des reinen Salzes in seiner ursprünglichen Form, um optimal arbeiten zu können. Deswegen ist es besonders im Winter wichtig, den Körper mit genügend reinem, natürlichen Salz zu versorgen, damit er trotz der widrigen Umweltbedingungen gut funktionieren kann.

Wie Sie mit Kristallsalz fit durch den Winter kommen, lesen Sie in Folge 2

Kristallsalz-Lampen

Die Kristallsalz-Lampe wirkt ähnlich wie ein Ionisator, der die Luft reinigt. Allerdings  haben die Salzkristall-Lampen in vieler Hinsicht weitere Vorteile und diese dienen nicht nur der Verbesserung des Raumklimas:
Beim Fernsehen oder vor dem Computer sind Sie, je nach Gerätetyp, durch ein elektromagnetisches Schwingungsfeld von ca. 100 bis 160 Hz belastet. Unser Gehirnstrom entspricht jedoch in etwa der Schuhmann-Resonanzfrequenz, die nur zirka acht Hertz beträgt. Der Körper ist daher vor dem Bildschirm zwangsläufig einem bis zu zwanzigmal schneller schwingenden Frequenzmuster ausgesetzt, als er dies gewohnt ist. Die Folgen können Nervosität, Schlaflosigkeit und Konzentrationsschwäche sein. Das Salz schwingt ebenfalls auf einer Frequenz von acht Hertz und kann daher mit Hilfe der Kristallsalz-Lampe diesen negativen Erscheinungen entgegen wirken.

Harmonisierender Ionisationseffekt
Die Krisatallsalz-Lampen binden mit ihren Minus-Ionen die überschüssigen Positiv-Ionen. Durch ihre Erwärmung ziehen sie Luftfeuchtigkeit an, und der Stein wird an der Oberfläche feucht, wobei sich ein Ionenfeld aufbaut. Durch Kristallsalz-Lampen lässt sich auf diese Weise die positiv aufgeladene Raumluft neutralisieren. Zusätzlich haben die Farben des Kristallsalzsteines einen heilsamen Effekt. Die farbtherapeutischen Wirkungen dieser Kristalle liegen im oberen Nanometer-Bereich (600 bis 700 Nanometer), wodurch obere Hautzellstrukturen reorganisiert werden. Diesen Nanometerbereich verwendet man auch in der Schulmedizin, zum Beispiel bei der Behandlung von Hautkrebs. Zudem haben Tests an hyperaktiven Kindern mit Konzentrations- und Schlafstörungen gezeigt, dass diese Symptome bereits nach einer Woche des Einsatzes von Kristall-Salzlampen deutlich abnahmen. Nach Entzug der Lampen traten die Symptome wieder auf.

Was ist Magnesium Oil?

Magnesium Oil ist eine neue Darreichungsform, um dem Körper Magnesium als Nahrungsergänzung zuzuführen. Magnesium Oil wird nicht eingenommen, sondern direkt auf die Haut gesprüht, dort schnell resorbiert und in die Zellen aufgenommen. Magnesium Oil ist eine hochgesättigte Magnesiumchlorid-Lösung, die sich aufgrund ihres hohen Sättigungsgrades ölig anfühlt, jedoch kein Öl im eigentlichen Sinn ist.
Erste Studien belegen die Aufnahme über die Haut und weisen Vorteile der äußerlichen (transdermalen) Anwendung von Magnesium gegenüber der oralen Gabe in Form von Tabletten oder Ampullen auf. Sowohl die Menge als auch die Geschwindigkeit der Aufnahme sind im Vergleich zur oralen Aufnahme deutlich erhöht. Weitere Studien sind notwendig, um die ersten Erkenntnisse zu untermauern und die neue Anwendungsform auf wissenschaftliche Beine zu stellen.

Wie kommt es zu Magnesiummangel?
Bereits 2006 stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest, dass die meisten Menschen weltweit an Magnesiummangel leiden. Wie kommt es dazu, dass auch hierzulande die Menschen unter Magnesiummangel leiden, wo wir doch im Überfluss leben?
Einerseits enthalten unsere Lebensmittel immer weniger Magnesium, andererseits benötigt unser Körper durch unsere gestresste Lebensführung und ungesunde Ernährungsweise immer mehr Magnesium. Die Folge davon ist ein chronischer Magnesiummangel der sich durch die gesamte Weltbevölkerung zieht. Eine Vielzahl von Beschwerden und Krankheiten kann ursächlich auf den Mangel an Magnesium zurückgeführt werden.

Probleme bei der oralen Gabe von Magnesium
Die Resorption von Magnesium im Magen-Darm-Trakt ist problematisch weil Magnesium ein sehr reaktionsfreudiger Stoff ist. Die Aufnahme von Magnesium ist also abhängig von den Bedingungen im Magen-Darm-Trakt. Selbst unter idealen Voraussetzungen werden maximal 50 Prozent des Magnesiumgehalts der Lebensmittel aufgenommen. Magnesium oral eingenommen in Form von Tabletten oder als Flüssigkeit wird nur etwa zu 10 bis maximal 20 Prozent resorbiert. Tannin im Tee, Oxalsäure im Spinat oder Phytinsäure in der Kleie oder in Sojabohnen blockieren die Resorption von Magnesium im Darm. Wenn der Magen nicht genug Salzsäure produziert, wie das bei älteren Menschen oft der Fall ist, kann das Magnesiumsalz nicht einmal in seine resorbierbare Form gespalten werden.
Wird Magnesium als Nahrungsergänzung zusammen mit kohlensäurehaltigem Wasser eingenommen, so kann das Magnesium zu einem Großteil nicht resorbiert werden, weil es mit der Kohlensäure des Wassers eine Verbindung eingeht und in dieser Form vom Körper nicht aufgenommen werden kann. Das Magnesium wird wieder ausgeschieden, ohne jemals seine Wirkung in der Zelle entfaltet zu haben.
Die Lösung dieses Problems: die äußerliche Anwendung von Magnesium um den Magen-Darm-Trakt zu umgehen.

Zechstein-Magnesium-Oil
Seit 2007 gibt es eine neue Form von Magnesium, das auf die Haut gesprüht oder als Zusatz in einem Bad über die Haut aufgenommen wird. Erste Studien haben gezeigt, dass die Verfügbarkeit dieses transdermal applizierten Magnesiums in der Zelle wesentlich höher ist als bei oraler Einnahme. Gewonnen wird dieses Magnesium aus einer unterirdischen Quelle in zirka 1600 Meter Tiefe in den Niederlanden, der Zechstein See. Das Magnesium wurde dort vor etwa 250 Millionen Jahren abgelagert und ist so rein, dass es ohne weitere Verarbeitung für medizinische Zwecke eingesetzt werden kann. Es handelt sich also um ein reines Naturprodukt.

Warum ist Magnesium so wichtig?

Um Gesundheit und Wohlbefinden aufrecht zu erhalten, wird eine Magnesiumaufnahme von täglich 300 bis 400 mg empfohlen. Diese Menge ist jedoch nur bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung, reich an Gemüse, Obst, Vollkorn und Nüssen zu erzielen
Gründe für eine unzureichende Magnesiumversorgung:
•    Unausgewogene Ernährung
Industriell stark verarbeitete Lebensmittel, wie Weißmehlprodukte, zu süße und zu fette Speisen oder sog. Junkfood enthalten häufig nicht mehr genügend Magnesium. Alkoholische Getränke entziehen dem Körper zusätzlich Magnesium.
•    Vermehrter Magnesiumbedarf durch Stress
Stresssituationen können zu einer Gesamtbelastung des Organismus führen. Magnesium, mit seiner entspannenden und beruhigenden Wirkung steuert den möglichen Folgeerscheinungen und Stresssymptomen entgegen.
Vermehrter Magnesiumbedarf beim Sport
Bei sportlicher Betätigung verbraucht der Körper durch erhöhte Muskelaktivität deutlich mehr Magnesium. Zusätzlich wird durch vermehrtes Schwitzen Magnesium über die Haut ausgeschieden. Ausreichend Magnesium erhöht die Ausdauer, verhindert Muskelkrämpfe und reduziert die Regenerationszeit.

Neurodermitis–Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 1

Der kleine Markus weint jede Nacht. Seine Eltern sind am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Die Haut des sechs Monate alten Säuglings ist übersät mit blutigen, nässenden Wunden und Kratzspuren.  Bei kaum einer Erkrankung ist der Leidendruck so groß wie bei Neurodermitis. Der quälende Juckreiz treibt die Patienten an den Rand des Wahnsinns. Bis zu 20 Prozent der Kinder leiden unter dieser entzündlich-allergischen Hauterkrankung und immer häufiger trifft es auch Erwachsene. Gerade im Winter verzeichnen Hautärzte einen rapiden Anstieg von Neurodermitis geplagten Patienten in ihren Praxen, denn trockene Heizungsluft, Kälte und Wintersmog strapaziert die Haut zusätzlich.

Ursachen der Allergieentstehung
Fest steht, dass es für die Allergieentstehung eine erblichen Veranlagung gibt, daneben wird aber die Summe der Störfaktoren dafür verantwortlich gemacht, mit denen unser Körper offensichtlich nicht mehr fertig wird – Umweltverschmutzung, übertriebene Hygiene bei Kleinkindern und immer mehr Zusatzstoffe in unseren Speisen. Allen Fällen von allergischen Erkrankungen liegen Störungen des Immunsystems zu Grunde.

Umweltfaktoren
Lange von Wissenschaftlern bestritten, kann heute die Umweltverschmutzung als einer der Gründe für die vermehrte Allergieentstehung nicht mehr wegdiskutiert werden. Besonders die Auswirkung von Nikotin ist gut untersucht. Studien belegen eindeutig, dass Kinder von rauchenden Eltern ein höheres Allergierisiko haben als jene von Nichtrauchern. Erhöhte radioaktive Strahlung, Strahlensmog durch Mobiltelefone, Radio und Fernsehen und die vermehrte Nutzung der Computertechnologie müssen über eine Schädigung des Immunsystems ebenfalls als Auslöser von Allergie in Betracht gezogen werden.
Eine unbestrittene Ursache bei der Entstehung von Allergien ist aber auch der gestiegene Stressfaktor vieler Menschen. Jede seelische Belastung, sei es Streit mit dem Partner, Arbeitslosigkeit, eine Trennung aber auch die Geburt eines Geschwisterchens können bei bestehender erblicher Veranlagung die Krankheit auslösen oder einen Schub verursachen.

Allergie auslösende Stoffe
Generell kann der Körper auf fast jede Substanz eine Allergie entwickeln. Bei der Neurodermitis spielen insbesondere Lebensmittel, Lebensmittelzusatzstoffe, Tierhaare, Hausstaubmilben und nicht zuletzt Darmpilze eine Rolle. Die wichtigsten Allergieauslöser sind jedoch Lebensmittel, die wir hier etwas näher betrachten wollen. Wir folgen der Einteilung zwischen zentralen und akuten Lebensmittelallergenen, die von Doktor Peter Schumacher, Kinderarzt in Innsbruck vorgenommen wurde, der sein Leben der Bekämpfung der kindlichen Neurodermitis verschrieben hat und mit großem Erfolg seine kleinen Patienten von ihren Leiden heilen konnte.

Zentrale Allergene
Demnach zählen zu den zentralen Allergenen Kuhmilch und Weizen, seltener Hühnerei. Es sind also gerade unsere Hauptnahrungsmittel, die als wichtigste Auslöser von Allergien gelten. Diese Tatsache ist besonders bedeutungsvoll, nachdem praktisch jeder Säugling, früher oder später mit Kuhmilch gefüttert wird. Der kindliche Organismus ist jedoch nicht in der Lage, Kuhmilch aufzuspalten. Man vermutet, dass sich daraus über die Jahrtausende lange Verfütterung von Kuhmilch bei Säuglingen ein erblicher Faktor, eine Art „Kuhmilchallergie“ entwickeln konnte, denn selbst Säuglinge, die ausschließlich gestillt werden und noch niemals mit Kuhmilch direkt in Berührung gekommen sind, können allergische Reaktionen zeigen, wenn die Mutter Kuhmilchprodukte zu sich nimmt. Deshalb der dringende Rat an alle Mütter: Stillen Sie Ihr Kind solange wie möglich, mindestens aber sechs Monate, bis der Säugling auch feste Nahrung zu sich nehmen kann. Während im Säuglingsalter die Kuhmilchallergie im Vordergrund steht, tritt die Weizenallergie erst ab dem ersten Lebensjahr auf. Nachdem es sich bei beiden Lebensmitteln um Grundnahrungsmittel handelt, die mehr oder weniger täglich gegessen werden, sind durch den häufigen Kontakt damit, die Erscheinungen „maskiert“. Das heißt, es kann kein direkter Bezug zwischen Symptom und Allergen hergestellt werden. Dies macht es für den Patienten äußerst schwierig, sein zentrales Allergen selbst herauszufinden. Lässt man das zentrale Allergen jedoch drei bis vier Tage völlig weg, hält also Karenz, so kann nach dieser Demaskierung bei erneutem Genuss eine akute allergische Reaktion ausgelöst werden.

Akute Allergene
Im Gegensatz dazu können die akuten Allergene wie Erdbeeren oder Nüsse, deren Verzehr unmittelbar danach  zu allergischen Reaktionen führt, schnell identifiziert werden. Akute Lebensmittelallergien können auf alle Nahrungsmittel entwickelt werden. Es bestehen jedoch große Unterschiede in der Allergiepotenz. Die „Hitliste“ bei Kindern wird angeführt von Haselnüssen, Zitrusfrüchten, Kiwis, Zwiebeln, Senf, Hühnerei und Ketchup. Bei Erwachsenen ist zusätzlich der Genuss von Fisch und Schalentieren häufiger Allergieauslöser.

Allergiediagnostik
Entscheidend für eine wirkungsvolle Allergietherapie ist die genaue Diagnose. Dabei kommt der Anamnese oder Krankengeschichte eine besondere Bedeutung zu. Je gründlicher diese recherchiert wird, desto exakter kann die Therapie erfolgen und umso besser sind die Heilungschancen. Zusätzliche wertvolle Hinweise für die Diagnose liefern dem Arzt Beobachtungen des Patienten wo, wann und unter welchen Umständen sich das Krankheitsbild ausgeprägt oder verschlechtert hat. So erhält man beispielsweise durch die Lokalisation der Ekzeme erste Anhaltspunkte auf das zentrale Allergen. Neurodermitis auf dem Boeden einer „Kuhmilchallergie“ beginnt in der Regel in den ersten Lebensmonaten und äußert sich häufig zuerst am Kopf als so genannter Milchschorf und dann im Gesicht, speziell auf den Wangen, unter Aussparung der Augen- und Mundpartie, später in den Knie- und Ellenbeugen. In schweren Fällen kann sich das Ekzem am ganzen Körper ausbreiten. Neurodermitis mit dem Basisallergen Weizen setzt dagegen meist erst im zweiten Lebensjahr ein. Befallen ist hauptsächlich die untere Streckseite der Arme und der Handrücken. Im Gesicht ist die Haut um die Augen und um den Mund betroffen.
Neben den schulmedizinischen Testverfahren – Hauttest und Blutuntersuchungen – stehen naturheilkundliche Untersuchungs-methoden, die auf biophysikalischer Ebene ablaufen, zur Verfügung. Hierzu zählen zum Beispiel die Elektroakupunktur nach Dr. Voll oder der kinesiologische Muskeltest. Die Vorteile dieser Testverfahren liegen in der Schmerzfreiheit, der Unbedenklichkeit und der Anwendbarkeit selbst bei Säuglingen. Besonders die Elektroakupunktur liefert in der Hand eines erfahrenen Experten schnelle, zuverlässige Ergebnisse, besonders bei der Entlarvung der so wichtigen zentralen, maskierten Allergene.

Neurodermitis-Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 2

Das ganzheitliche Therapiekonzept
Anders als in der konventionellen Medizin, die sich im Wesentlichen auf die Unterdrückung der Symptome konzentriert, versucht die Naturheilkunde, durch eine Umstimmung des Organismus und die Stärkung der körpereigenen Regulationsmechanismen, das Krankheitsgeschehen an seinen Wurzeln zu fassen und auf Dauer positiv zu beeinflussen. Das hier vorgestellte ganzheitliche Therapiekonzept zur Behandlung allergischer Erkrankungen ruht auf vier Säulen:
-    Ernährung
-    Darmsanierung
-    Bioresonanz-Therapie
-    Immunmodulation
Ernährung
Grundsätzlich sollten Neurodermitis-Patienten großen Wert auf die Qualität der konsumierten Lebensmittel legen. Obst, Gemüse und Salate sollten aus biologischem Anbau stammen, Fertigprodukte und raffinierte Produkte möglichst ganz gemieden werden. Allgemein günstig wirkt sich eine basische Ernährungsform aus, denn die Übersäuerung ist die Ursache für viele Fehlfunktionen des Körpers. In manchen Fällen wird rohe Kost, zum Beispiel Tomaten oder Äpfel nicht vertragen. In diesem Fall kann durch leichtes Dünsten eine Veränderung des Allergens und damit eine Verträglichkeit erreicht werden. Auch exotische Speisen sind für Neurodermitis-Geplagte problematisch, weil sich der Organismus mit jedem zusätzlichen unbekannten Stoff auseinandersetzen muss und unnötig das Immunsystem belastet. Heimischen Lebensmitteln sollte in jedem Fall der Vorzug gegeben werden. Nahrungsmittel, auf die eine akute Allergie besteht, wie etwa Nüsse, Zitrusfrüchte, Eier oder Erdbeeren, müssen selbstverständlich vollkommen gemieden werden. Verzichtet werden sollte auch auf so genanntes Fastfood und alle mit chemischen Stoffen, wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe u.s.w. behandelten Nahrungsmitteln.

Trinken
Täglich stilles Wasser trinken schützt nicht nur vor dem Risiko, an einer Allergie zu erkranken, sondern trägt auch maßgeblich zu deren Heilung bei. Die Erklärung dafür ist sehr einfach: Bei chronischer Wasserknappheit im Körper steigt der Spiegel des Entzündungshormons Histamin an. Histamin löst nämlich nicht nur Allergien aus, sondern ist auch dafür zuständig, das Wasser im Körper zu rationieren und den Organen je nach Wichtigkeit zuzuteilen. Erwachsene sollten zwei bis drei Liter pro Tag trinken, Kinder entsprechend ihres Gewichtes weniger (30ml Wasser pro kg Körpergewicht). Günstig auf den Heilungsprozess hat sich auch das Durchführen einer Kristallsalz-Soletrinkkur ausgewirkt. Erwachsene nehmen einen halben bis einen Teelöffel konzentrierte Sole auf ein großes Glas Wasser, bei Kindern und Säuglingen reicht ein Tropfen in Wasser verdünnt. Zu Beginn der Soletrinkkur kann es zu einer Erstverschlechterung der Haut kommen. Auch Durchfälle sind keine Seltenheit. Keine Sorge! Diese Nebenerscheinungen klingen rasch wieder ab. Durchfälle sind durchaus positiv zu bewerten, da sich dadurch der Darm von Fäulnis- und Gärungsprodukten befreit.

Die Rotationsdiät
Diese Ernährungsform ist eine gute Möglichkeit, die Entstehung von Allergien zu verhindern oder bereits unterschwellig vorhandene Allergien auf Lebensmittel nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. So einfach wie der Gedanke dahinter, so durchschlagend ist in den meisten Fällen auch der Erfolg. Bei der Rotationsdiät darf ein und dasselbe Nahrungsmittel nur jeden vierten Tag gegessen werden. Das heißt, wenn am Montag Roggen auf dem Speiseplan steht, muss er bis zum Freitag gemieden werden. Das Erfolgsrezept dieser Karenz liegt in der Verweilzeit des Nahrungsmittels im Körper: Man geht davon aus, dass der Körper von der Aufnahme bis zur völligen Ausscheidung eines Nahrungsmittels ungefähr vier Tage benötigt. So ist es möglich, eine Toleranz für problematische Lebensmittel zu erreichen. Durch den viertägigen Rotationszyklus wird also verhindert, dass sich ein bestimmtes Nahrungsallergen im Verdauungstrakt anreichert. Die Rotationsdiät scheint zu Beginn etwas kompliziert und zeitaufwendig. Wer sich mit der Methode allerdings eingehender befasst und etwas Geduld mitbringt, wird dafür sicherlich belohnt werden.

Säuglingsernährung
Besteht bei einem Neugeborenen eine erbliche Allergie-Veranlagung, sollte der Säugling wenigstens die ersten sechs Monate ausschließlich gestillt werden. Bei berufstätigen Müttern empfiehlt es sich, die Milch abzupumpen und gegebenenfalls einzufrieren, um nicht auf andere Nahrung umsteigen zu müssen. Bei einer Säuglingsallergie kommt als Auslöser fast immer nur Kuhmilch in Frage. Vor dem sechsten Lebensmonat sollte daher auf herkömmliche Flaschen- und Breinahrung gänzlich verzichtet werden. Danach kann mit dem Zufüttern von Breien, Obst und Gemüse begonnen werden, bei bekannter Kuhmilch- oder Weizenallergie selbstverständlich ohne diese Bestandteile (Produkte siehe Kasten). Füttern Sie Ihr Baby zuerst nur mit gekochtem Obst und Gemüse, und ergänzen Sie die Ernährung immer nur um ein weiteres Nahrungsmittel, um eventuelle allergische Reaktionen zuordnen zu können. Lebensmittel mit bekannt hohem allergischen Potential wie Kuhmilch, Weizen, Hühnerei, Zitrusfrüchte, Kiwi, Fisch, Tomaten, Nüsse, Schokolade und Erbsen sollten im ersten Lebensjahr ganz gemieden werden.

Flaschennahrung
Sollten Sie Ihr Baby nicht oder nicht lange genug stillen können empfiehlt sich zur Vorbeugung gegen eine Allergie die so genannte HL-Nahrung, die hypoallergene Kost. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es sich lediglich um veränderte Eiweißmoleküle der Kuhmilch handelt, die Basis ist und bleibt Kuhmilch. Bei bekannter Kuhmilchallergie dürfen sie deshalb nicht verfüttert werden, stattdessen werden als Flachennahrung Produkte auf Sojabasis empfohlen. Bekommen Kinder diese mehrmals täglich, besteht jedoch die Gefahr, dass sie auch auf Soja eine Allergie entwickeln können. Dies betrifft allerdings nur Präparate mit intakter, das heißt unbehandelter Sojamilch. Wird Sojamilch hydrolisiert, das heißt die Eiweißketten in kleine Teile aufgespaltet, verliert es sein allergisches Potential. Diese künstliche Nahrung sollte den Notfällen vorbehalten bleiben, denn mit „lebendiger“ Ernährung hat dies freilich nichts mehr zu tun. Als Alternative kommen auch Ziegenmilch (auch tief gefroren erhältlich), Schafsmilch oder Stutenmilch in Betracht. Die einzige wirklich richtige Ernährung ist und bleibt aber die Muttermilch und Sie sollten alles daran setzen, Ihr Kind die ersten Monate ausschließlich damit zu füttern.

Kuhmilch- und weizenfreie Flaschennahrung
• Milupa Pregomin (hydrolisiertes Sojabasis)
Milupa AS (reine Aminosauren)
• Lactopriv Töpfer (Sojabasis)
• Humana SL (Sojabasis)

Kuhmilch- und weizenfreie Breie (ab dem sechsten Monat)
• Milupa Ipf-Brei
• Sinlac-Brei (Nestle)
• Lactopriv Apfelbrei (Töpfer)

Neurodermitis-Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 3

Darmsanierung
Bei jedem Neurodermitis-Patienten sollte der Stuhl auf den Hefepilz Candida albicans und andere Parasiten oder Giftstoffe untersucht werden. Bei Erwachsenen hat sich für eine grundlegende Darmreinigung die Colon-Hydro-Therapie bewährt, mit anschließendem Aufbau der Darmflora mit natürlichen Darmbakterien. Eine finnische Studie aus dem Jahre 2001 belegt die Wichtigkeit einer intakten Darmflora im Kampf gegen Allergien. Die Einnahme von Milchsäurebakterien für den Aufbau einer gesunden Darmflora hat die Neurodermitis-Erkrankungsrate bei Säuglingen mit hohem Allergierisiko (Vater und Mutter Allergiker) um die Hälfte reduziert.
Bei Pilzbefall ist zusätzlich die Einnahme eines Nystatin- oder Mhyrre-Präparates empfehlenswert. Besonders bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen hat sich in hartnäckigen Fällen von Darmpilzbefall die Ozoninsufflation bewährt. Hierbei wird durch einen dünnen Katheter über den After Ozon direkt in den Darm geleitet. Das dreiatomige Sauerstoffmolekül Ozon wird dort in Sauerstoff und ein freies Radikal umgewandelt. Was für den Menschen lebensnotwendig ist, ist für Hefepilze tödlich: Die Darmschmarotzer sterben durch den Sauerstoff ab, gleichzeitig wird das Immunsystem stimuliert. Die Ozonbehandlung erfolgt zweimal pro Woche, insgesamt sechsmal, mit abnehmender Konzentration.

Allergenkarenz
Wenn die Informationslöschung des Allergens mit der Bioresonanztherapie erfolgreich sein soll, ist es notwendig eine strikte Karenz des zentralen Allergens – Kuhmilch und/oder Weizen – einzuhalten. Diese müssen nicht nur gänzlich vom Speiseplan gestrichen, sondern für eine bestimmte Zeit vollständig aus dem Umfeld des Patienten verbannt werden. Bei Kuhmilchallergie ist selbst der Milchdampf zu meiden und Weizenallergiker machen am besten einen weiten Bogen um Bäckereien. Ist eine Kuhmilchallergie bei einem Säugling bereits ausgebrochen, sollten stillende Mütter völlig auf den Genuss von Kuhmilchprodukten verzichten. Die Allergenkarenz muss so lange eingehalten werden, bis sich das Hautbild merklich verbessert. Erst dann kann in einem zweiten Schritt die »Informationslöschung« des Allergens mit der Bioresonanz-Therapie erfolgen.

Bioresonanz-Therapie
An die erfolgreiche Nahrungsmittelkarenz schließt sich als zweiter Schritt die Bioresonanz-Therapie an. Unter der von dem Arzt Franz Morell 1977 eingeführten Methode versteht man eine Schwingungstherapie, die mit körpereigenen und fremden Schwingungen (Frequenzen) im biophysikalischen Bereich arbeitet. Diese Signale werden mit Hilfe eines speziellen Geräts aufgenommen und dem Körper in veränderter Form wieder zugeführt. Therapieprinzip ist dabei das Resonanzphänomen: Treffen zwei spiegelbildliche Schwingungen aufeinander, werden diese neutralisiert. Das Allergen verliert dadurch seine krankmachende Wirkung, bis diese letztendlich »gelöscht« ist. Für die Praxis bedeutet das, dass etwa ein Kuhmilchallergiker nach erfolgreicher Bioresonanz-Therapie wieder Kuhmilchprodukte essen kann, ohne allergisch zu reagieren. Das Verfahren ist absolut frei von Nebenwirkungen und selbst bei Säuglingen anwendbar.

Immunmodulation mit Eigenblut-/Eigenurintherapie
Für die Behandlung einer Neurodermitis hat sich besonders die Gegensensibilisierungsmethode nach Prof. Theurer bewährt. Im akuten Stadium wird dem Patienten Blut oder Urin abgenommen, weil in dieser Situation besonders viele Antikörper vorhanden sind und daraus homöopathisch aufbereitete Tröpfchen hergestellt. Diese müssen dann ein Jahr lang nach einem festgelegten Schema eingenommen werden. Die Methode hat einen ausgezeichneten immunmodulierenden Effekt und eignet sich für Kinder besonders mit der Urin-Variante, da nicht schmerzhaft Blut abgenommen werden muss. Bei Erwachsenen kann auch die klassische Eigenblut- oder Eigenurin-Therapie in Form von Injektionen durchgeführt werden.

Unterstützende therapeutische Maßnahmen
Akupunktur, Homöopathie oder Schüssler Salze können begleitend eingesetzt werden. Auch Klimakuren beeinflussen eine Neurodermitis positiv. Allein schon die Umgebungsveränderung mildert oftmals die akuten Symptome. Besonders gut sind Aufenthalte am Meer, da sowohl Baden im Salzwasser als auch die Sonneneinstrahlung eine heilende Wirkung ausüben. Eine psychotherapeutische Betreuung und Aufarbeitung ungelöster Probleme kann etwaige Therapieblockaden lösen und somit entscheidend für den gesamten Behandlungserfolg sein.

Hautpflege
Die Haut des Neurodermitikers ist extrem rau, trocken und spröde. Sie muss daher regelmäßig, am besten zweimal am Tag, gefettet werden. Bei der Pflege kommen Fettsalben, Cremes oder Lotionen zum Einsatz, die je nach Lokalisation der Ekzeme und Jahreszeit ausgewählt werden. Um den quälenden Juckreiz zu mildern, sollte die Haut zusätzlich gut feucht gehalten werden.
Eine Wohltat für die strapazierte Haut ist ein Kristallsalzbad. Besonders zur Linderung des Juckreizes hat es sich bewährt. Das Salz wird in die Haut aufgenommen und bindet dort die Feuchtigkeit. Die Konzentration ist abhängig vom Hautzustand, sollte jedoch mindestens ein Prozent betragen, das bedeutet ein Kilogramm Salz auf eine Badewannenfüllung mit Hundert Litern. In eine Kinderbadewanne passen etwa 20 bis 30 Liter. In diesen Fällen fügen sie 200 bis 300 Gramm Salz hinzu. Liegen keine offenen Hautstellen vor, kann die Salzkonzentration des Badewassers bis auf drei Prozent erhöht werden. Beachten Sie: Die Wassertemperatur darf nicht zu heiß sein, die Badedauer nicht mehr als 15 bis 20 Minuten betragen. Generell sollten Sie nur in Salzwasser baden, um eine zusätzliche Austrocknung der Haut zu vermeiden. Und vergessen Sie niemals das Eincremen nach dem Duschen oder Baden! Besonders bewährt haben sich parfumfreie Cremes mit Nachtkerzenöl.

Kleidung
Wolle und synthetische Materialien dürfen nie direkt auf der Haut getragen werden. Am verträglichsten sind Baumwolle und fein gewebtes Leinen. Neu gekaufte Kleidungsstücke, die mit der Haut in Kontakt kommen, sollten vor dem ersten Tragen immer gewaschen werden, um Farb- und Imprägnierungsrückstände zu entfernen. Verwenden Sie keinen Weichspüler, geben Sie statt dessen einen Schuss Essig ins letzte Spülwasser. Die Kleidung sollte weit getragen werden, um Hitzestaus vorzubeugen.

Bettzeug
Rosshaarmatratzen, Daunenkissen und -decken bieten der Hausstaubmilbe paradiesische Lebensräume. Übrigens: Auch die Federn selbst können Allergieauslöser sein. Tauschen Sie Ihr herkömmliches Federbettzeug daher möglichst gegen spezielle Allergikerbetten ein (in guten Fachgeschäften erhältlich).

Tiere
Prinzipiell sollte man mit der Anschaffung von Tieren bei familiärer Allergiebelastung vorsichtig sein, am besten man vermeidet Haustierhaltung ganz. Mit der Bioresonanz-Therapie kann der Versuch unternommen werden, die Allergiebereitschaft gegen die Tierhaare zu löschen. Während der Therapie ist in jedem Fall die Nähe zum Haustier zu meiden. Auch anschließend sollte ein direkter Kontakt (Schmusen mit Katze oder Hund) eingeschränkt werden. Erst wenn die Allergenlöschung nicht möglich ist, muss — so schmerzlich es ist — für das Tier ein neues Zuhause gesucht werden.

Wohnung
Teppiche aus Tierhaaren sollten aus Allergiker-Wohnungen weggeräumt werden. Beherzigen Sie beim Möbelkauf: Je weniger behandelt die Möbel sind, desto besser. Typische Wohngifte wie Formaldehyd in Möbeln, Spanplatten und verklebten Teppichböden oder Lösungsmittel in Holzschutzmitteln tragen oftmals zum Ausbruch einer Neurodermitis mit bei. Auch Zigarettenqualm ist eine bedeutende Schadstoffquelle in Wohnräumen. Rauchen – sowohl passiv als aktiv — sollte daher unbedingt vermieden werden.

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 1

Dr. Ruediger Dahlke beleuchtet Ursachen und Gründe des Krankheitsbildes Allergie aus einem nicht alltäglichen Blickwinkel
Kaum ein Krankheitsbild hat in den letzten Jahrzehnten so zugenommen wie die Allergie. Woran liegt das? ist die naheliegende Frage der Forscher, die zu vielen Spekulationen und einigen interessanten Antworten geführt hat. Sie reichen von der zunehmenden Umweltverschmutzung über ungesunde Ernährung, Medikamentenabusus und ungeprüftem Einsatz von Chemikalien bis hin zu dem Verdacht, die Immunsysteme heutiger Menschen seien generell dem Stress des modernen Lebens nicht mehr gewachsen und die Grenzen der Belastbarkeit bei weitem  überschritten. So hat eine schulmedizinische Studie ergeben dass Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine einzige Antibiotika-Behandlung bekommen haben, ein um mehr als 50 % erhöhtes Allergierisiko davon tragen. Leider wurde nach diesem spektakulären Ergebnis nicht weitergeforscht, denn es wäre ja hochinteressant zu erfahren, wie sich Antibiotikagaben in späteren Jahren auswirken. Der Verdacht liegt nahe, dass sie auch dann die Wahrscheinlichkeit auf nachfolgende allergische Reaktionen erhöhen.

Keine Zeit für Infekte
Wie ist solch ein erschreckendes Ergebnis zu erklären? Im Rahmen der „Archetypischen Medizin“, die sich mit der Be-Deutung und Symbolik der Krankheitsbilder beschäftigt, fällt eine Erklärung leicht.
Demnach sind Infektionen in den Körper verschobene Konflikte. Das Abwehrsystem kämpft gegen eingedrungene Erreger. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen, die sich mit dem Leben aktiv und offensiv auseinandersetzen, ja sich vom Leben und seinen Herausforderungen erregen lassen, die sich Auseinandersetzungen mutig stellen und die heißen Eisen in ihrem Leben anpacken, abwehrstärker sind als solche, die sich den Herausforderungen verweigern und sich eher aus Angst verkriechen. Wer sich also nicht mehr vom Leben erregen lässt, sondern sich verschließt, öffnet sich stattdessen umso leichter den überall vorhandenen Erregern. So zeigt die tägliche Erfahrung, dass es immer die gleichen engagierten Menschen sind, die ihr Leben meistern und darauf brennen, es selbst zu gestalten und daher keine Zeit für grippale Infekte haben, während es andererseits immer dieselben sind, die keine Grippewelle auslassen. Menschen, die sich dem Leben verweigern, sind also im medizinischen Sinn eher abwehrschwach. Sie müssen die Kämpfe und Auseinandersetzungen, die sie mit ihrer Umwelt vermeiden, im Körper austragen, der sozusagen zum stellvertretenden Schlachtfeld wird. Insofern wird der Körper zu einer Bühne für jene Inhalte, die auf der Bewusstseinsebene nicht stattfinden.

Ungelöste Konflikte als Auslöser der Allergie
Aber wer schon im Bewusstsein unwillig war, sich einer Herausforderung zu stellen, wird auf der Körperebene auch nicht mehr Lust dazu haben. Er sucht sich folglich schulmedizinische Hilfe. Mit Antibiotikagaben versuchen dann Schulmediziner die Darstellung des Konfliktes im Körper verhindern, blockieren damit aber unabsichtlich eine weitere Ausdrucksmöglichkeit der Betroffenen. Das führt leider nicht dazu, dass die Seele aufgibt und das Thema verlässt, sondern sie sucht offenbar neue Ausdrucksmöglichkeiten. Einiges spricht dafür, dass die Thematik durch solche Blockadetechniken auch nichts von ihrer Brisanz verliert, sondern im Gegenteil noch schärfer und bedrohlicher ihr Recht auf Ausdruck und Beachtung durchsetzt. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass Verdrängtes weiter drängt und unterdrückte Infektionen spätere Allergien begünstigen. Diese Verschiebung ist durchaus nicht beliebig, denn sowohl hinter Infektionen als auch Allergien steckt das Thema Aggression. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Entzündungen um Konflikte zwischen Angreifern in Gestalt der Erreger und Abwehrmaßnahmen des Immunsystems. Der Unterschied zu den Allergien ist prinzipiell gering. Lediglich die Erreger sind hier durch Allergene ersetzt. In beiden Situationen wird aber auf Biegen und Brechen gekämpft. Dass es sich bei der Verschiebung von den Infektion zur Allergie um eine Eskalation handelt, mag daran deutlich werden, dass die Erreger immerhin potentiell gefährlich sein können. Die Allergene dagegen sind in der Regel harmlose Stoffe, meist auch noch natürlichen Ursprungs. Blütenpollen, die im Rahmen des Heuschnupfens in jedem Frühling von Millionen Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes – bis aufs Blut bekämpft werden, sind im Prinzip gesund, weshalb sie sich auch in der Gesundheitsszene großer Beliebtheit erfreuen. Bei den Pollen ist es lediglich ihre symbolische Bedeutung, nämlich den nicht ausgetragenen verdrängten Konflikt, der zwar unbewusst aber deshalb nicht weniger vehement bekämpft wird. Die nächste Eskalationsstufe ungelebter Aggression wäre die Bekämpfung körpereigenen Gewebes aufgrund seiner Symbolik. Diese Ebene ist bei den Autoaggressionskrankheiten wie etwa Rheuma, aber auch Multipler Sklerose erreicht.

Allergie als Symbol
Wie viel schwerwiegender die Situation bei den Allergien im Vergleich zu den Infektionen ist, zeigt sich nicht nur an deren grundsätzlich chronischer Natur, sondern auch an Dingen wie fehlender Inkubationszeit. Bei Bakterieninfektionen muss das körpereigene Abwehrsystem zuerst einmal bei den Bakterien Maß nehmen, um davon ausgehend seine, wie gezielte Lenkwaffen funktionierenden Antikörper produzieren zu können. Die Zeitspanne vom ersten Kontakt bis zum Gegenangriff dieser Lenkwaffen nennt man Inkubationszeit. Da diese bei Allergien entfällt und die Reaktion sofort einsetzt, kann man davon ausgehen, dass der allergische Organismus in jedem Moment schon immer gerüstet ist, d.h. seine Waffenschmieden im Knochenmark sind immer aktiv, seine Waffenkammern immer gefüllt. Wer aber ständig rüstet und der Welt waffenstarrend begegnet, ist offenbar aggressiver als jemand, der sich immer erst auf etwaige Angriffe einstellen muss. Es spricht also alles dafür, dass der Schritt von der Infektion zur Allergie eine Eskalation ist, die wir besser vermeiden sollten. Tatsächlich tun wir heute genau das Gegenteil. In den letzten 25 Jahren meines Arztseins haben Allergien in atemberaubender Geschwindigkeit zugenommen. Zur Zeit meines Examens war jeder 10. Bundesbürger Allergiker, heute ist es schon jeder dritte mit weiter steigender Tendenz. Nach diesem Ansatz, der mit „Krankheit als Weg“ begann und bis zu „Krankheit als Symbol“ führte, ist jedes Krankheitsbild, das sich auf körperlicher Ebene ausdrückt, psychosomatisch, denn wo eine Form und Gestalt ist, lässt sich auch ein dazugehöriger Inhalt finden. Man müsste ihn nur suchen.