Neurodermitis – Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 1

Der kleine Markus weint jede Nacht. Seine Eltern sind am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Die Haut des sechs Monate alten Säuglings ist übersät mit blutigen, nässenden Wunden und Kratzspuren.  Bei kaum einer Erkrankung ist der Leidendruck so groß wie bei Neurodermitis. Der quälende Juckreiz treibt die Patienten an den Rand des Wahnsinns. Bis zu 20 Prozent der Kinder leiden unter dieser entzündlich-allergischen Hauterkrankung und immer häufiger trifft es auch Erwachsene. Gerade im Winter verzeichnen Hautärzte einen rapiden Anstieg von Neurodermitis geplagten Patienten in ihren Praxen, denn trockene Heizungsluft, Kälte und Wintersmog strapaziert die Haut zusätzlich.

Ursachen der Allergieentstehung
Fest steht, dass es für die Allergieentstehung eine erblichen Veranlagung gibt, daneben wird aber die Summe der Störfaktoren dafür verantwortlich gemacht, mit denen unser Körper offensichtlich nicht mehr fertig wird – Umweltverschmutzung, übertriebene Hygiene bei Kleinkindern und immer mehr Zusatzstoffe in unseren Speisen. Allen Fällen von allergischen Erkrankungen liegen Störungen des Immunsystems zu Grunde.

Umweltfaktoren
Lange von Wissenschaftlern bestritten, kann heute die Umweltverschmutzung als einer der Gründe für die vermehrte Allergieentstehung nicht mehr wegdiskutiert werden. Besonders die Auswirkung von Nikotin ist gut untersucht. Studien belegen eindeutig, dass Kinder von rauchenden Eltern ein höheres Allergierisiko haben als jene von Nichtrauchern. Erhöhte radioaktive Strahlung, Strahlensmog durch Mobiltelefone, Radio und Fernsehen und die vermehrte Nutzung der Computertechnologie müssen über eine Schädigung des Immunsystems ebenfalls als Auslöser von Allergie in Betracht gezogen werden.
Eine unbestrittene Ursache bei der Entstehung von Allergien ist aber auch der gestiegene Stressfaktor vieler Menschen. Jede seelische Belastung, sei es Streit mit dem Partner, Arbeitslosigkeit, eine Trennung aber auch die Geburt eines Geschwisterchens können bei bestehender erblicher Veranlagung die Krankheit auslösen oder einen Schub verursachen.

Allergie auslösende Stoffe
Generell kann der Körper auf fast jede Substanz eine Allergie entwickeln. Bei der Neurodermitis spielen insbesondere Lebensmittel, Lebensmittelzusatzstoffe, Tierhaare, Hausstaubmilben und nicht zuletzt Darmpilze eine Rolle. Die wichtigsten Allergieauslöser sind jedoch Lebensmittel, die wir hier etwas näher betrachten wollen. Wir folgen der Einteilung zwischen zentralen und akuten Lebensmittelallergenen, die von Doktor Peter Schumacher, Kinderarzt in Innsbruck vorgenommen wurde, der sein Leben der Bekämpfung der kindlichen Neurodermitis verschrieben hat und mit großem Erfolg seine kleinen Patienten von ihren Leiden heilen konnte.

Zentrale Allergene
Demnach zählen zu den zentralen Allergenen Kuhmilch und Weizen, seltener Hühnerei. Es sind also gerade unsere Hauptnahrungsmittel, die als wichtigste Auslöser von Allergien gelten. Diese Tatsache ist besonders bedeutungsvoll, nachdem praktisch jeder Säugling, früher oder später mit Kuhmilch gefüttert wird. Der kindliche Organismus ist jedoch nicht in der Lage, Kuhmilch aufzuspalten. Man vermutet, dass sich daraus über die Jahrtausende lange Verfütterung von Kuhmilch bei Säuglingen ein erblicher Faktor, eine Art „Kuhmilchallergie“ entwickeln konnte, denn selbst Säuglinge, die ausschließlich gestillt werden und noch niemals mit Kuhmilch direkt in Berührung gekommen sind, können allergische Reaktionen zeigen, wenn die Mutter Kuhmilchprodukte zu sich nimmt. Deshalb der dringende Rat an alle Mütter: Stillen Sie Ihr Kind solange wie möglich, mindestens aber sechs Monate, bis der Säugling auch feste Nahrung zu sich nehmen kann. Während im Säuglingsalter die Kuhmilchallergie im Vordergrund steht, tritt die Weizenallergie erst ab dem ersten Lebensjahr auf. Nachdem es sich bei beiden Lebensmitteln um Grundnahrungsmittel handelt, die mehr oder weniger täglich gegessen werden, sind durch den häufigen Kontakt damit, die Erscheinungen „maskiert“. Das heißt, es kann kein direkter Bezug zwischen Symptom und Allergen hergestellt werden. Dies macht es für den Patienten äußerst schwierig, sein zentrales Allergen selbst herauszufinden. Lässt man das zentrale Allergen jedoch drei bis vier Tage völlig weg, hält also Karenz, so kann nach dieser Demaskierung bei erneutem Genuss eine akute allergische Reaktion ausgelöst werden.

Akute Allergene
Im Gegensatz dazu können die akuten Allergene wie Erdbeeren oder Nüsse, deren Verzehr unmittelbar danach  zu allergischen Reaktionen führt, schnell identifiziert werden. Akute Lebensmittelallergien können auf alle Nahrungsmittel entwickelt werden. Es bestehen jedoch große Unterschiede in der Allergiepotenz. Die „Hitliste“ bei Kindern wird angeführt von Haselnüssen, Zitrusfrüchten, Kiwis, Zwiebeln, Senf, Hühnerei und Ketchup. Bei Erwachsenen ist zusätzlich der Genuss von Fisch und Schalentieren häufiger Allergieauslöser.

Allergiediagnostik
Entscheidend für eine wirkungsvolle Allergietherapie ist die genaue Diagnose. Dabei kommt der Anamnese oder Krankengeschichte eine besondere Bedeutung zu. Je gründlicher diese recherchiert wird, desto exakter kann die Therapie erfolgen und umso besser sind die Heilungschancen. Zusätzliche wertvolle Hinweise für die Diagnose liefern dem Arzt Beobachtungen des Patienten wo, wann und unter welchen Umständen sich das Krankheitsbild ausgeprägt oder verschlechtert hat. So erhält man beispielsweise durch die Lokalisation der Ekzeme erste Anhaltspunkte auf das zentrale Allergen. Neurodermitis auf dem Boeden einer „Kuhmilchallergie“ beginnt in der Regel in den ersten Lebensmonaten und äußert sich häufig zuerst am Kopf als so genannter Milchschorf und dann im Gesicht, speziell auf den Wangen, unter Aussparung der Augen- und Mundpartie, später in den Knie- und Ellenbeugen. In schweren Fällen kann sich das Ekzem am ganzen Körper ausbreiten. Neurodermitis mit dem Basisallergen Weizen setzt dagegen meist erst im zweiten Lebensjahr ein. Befallen ist hauptsächlich die untere Streckseite der Arme und der Handrücken. Im Gesicht ist die Haut um die Augen und um den Mund betroffen.
Neben den schulmedizinischen Testverfahren – Hauttest und Blutuntersuchungen – stehen naturheilkundliche Untersuchungs-methoden, die auf biophysikalischer Ebene ablaufen, zur Verfügung. Hierzu zählen zum Beispiel die Elektroakupunktur nach Dr. Voll oder der kinesiologische Muskeltest. Die Vorteile dieser Testverfahren liegen in der Schmerzfreiheit, der Unbedenklichkeit und der Anwendbarkeit selbst bei Säuglingen. Besonders die Elektroakupunktur liefert in der Hand eines erfahrenen Experten schnelle, zuverlässige Ergebnisse, besonders bei der Entlarvung der so wichtigen zentralen, maskierten Allergene.

Neurodermitis-Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 2

Das ganzheitliche Therapiekonzept
Anders als in der konventionellen Medizin, die sich im Wesentlichen auf die Unterdrückung der Symptome konzentriert, versucht die Naturheilkunde, durch eine Umstimmung des Organismus und die Stärkung der körpereigenen Regulationsmechanismen, das Krankheitsgeschehen an seinen Wurzeln zu fassen und auf Dauer positiv zu beeinflussen. Das hier vorgestellte ganzheitliche Therapiekonzept zur Behandlung allergischer Erkrankungen ruht auf vier Säulen:
-    Ernährung
-    Darmsanierung
-    Bioresonanz-Therapie
-    Immunmodulation
Ernährung
Grundsätzlich sollten Neurodermitis-Patienten großen Wert auf die Qualität der konsumierten Lebensmittel legen. Obst, Gemüse und Salate sollten aus biologischem Anbau stammen, Fertigprodukte und raffinierte Produkte möglichst ganz gemieden werden. Allgemein günstig wirkt sich eine basische Ernährungsform aus, denn die Übersäuerung ist die Ursache für viele Fehlfunktionen des Körpers. In manchen Fällen wird rohe Kost, zum Beispiel Tomaten oder Äpfel nicht vertragen. In diesem Fall kann durch leichtes Dünsten eine Veränderung des Allergens und damit eine Verträglichkeit erreicht werden. Auch exotische Speisen sind für Neurodermitis-Geplagte problematisch, weil sich der Organismus mit jedem zusätzlichen unbekannten Stoff auseinandersetzen muss und unnötig das Immunsystem belastet. Heimischen Lebensmitteln sollte in jedem Fall der Vorzug gegeben werden. Nahrungsmittel, auf die eine akute Allergie besteht, wie etwa Nüsse, Zitrusfrüchte, Eier oder Erdbeeren, müssen selbstverständlich vollkommen gemieden werden. Verzichtet werden sollte auch auf so genanntes Fastfood und alle mit chemischen Stoffen, wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe u.s.w. behandelten Nahrungsmitteln.

Trinken
Täglich stilles Wasser trinken schützt nicht nur vor dem Risiko, an einer Allergie zu erkranken, sondern trägt auch maßgeblich zu deren Heilung bei. Die Erklärung dafür ist sehr einfach: Bei chronischer Wasserknappheit im Körper steigt der Spiegel des Entzündungshormons Histamin an. Histamin löst nämlich nicht nur Allergien aus, sondern ist auch dafür zuständig, das Wasser im Körper zu rationieren und den Organen je nach Wichtigkeit zuzuteilen. Erwachsene sollten zwei bis drei Liter pro Tag trinken, Kinder entsprechend ihres Gewichtes weniger (30ml Wasser pro kg Körpergewicht). Günstig auf den Heilungsprozess hat sich auch das Durchführen einer Kristallsalz-Soletrinkkur ausgewirkt. Erwachsene nehmen einen halben bis einen Teelöffel konzentrierte Sole auf ein großes Glas Wasser, bei Kindern und Säuglingen reicht ein Tropfen in Wasser verdünnt. Zu Beginn der Soletrinkkur kann es zu einer Erstverschlechterung der Haut kommen. Auch Durchfälle sind keine Seltenheit. Keine Sorge! Diese Nebenerscheinungen klingen rasch wieder ab. Durchfälle sind durchaus positiv zu bewerten, da sich dadurch der Darm von Fäulnis- und Gärungsprodukten befreit.

Die Rotationsdiät
Diese Ernährungsform ist eine gute Möglichkeit, die Entstehung von Allergien zu verhindern oder bereits unterschwellig vorhandene Allergien auf Lebensmittel nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. So einfach wie der Gedanke dahinter, so durchschlagend ist in den meisten Fällen auch der Erfolg. Bei der Rotationsdiät darf ein und dasselbe Nahrungsmittel nur jeden vierten Tag gegessen werden. Das heißt, wenn am Montag Roggen auf dem Speiseplan steht, muss er bis zum Freitag gemieden werden. Das Erfolgsrezept dieser Karenz liegt in der Verweilzeit des Nahrungsmittels im Körper: Man geht davon aus, dass der Körper von der Aufnahme bis zur völligen Ausscheidung eines Nahrungsmittels ungefähr vier Tage benötigt. So ist es möglich, eine Toleranz für problematische Lebensmittel zu erreichen. Durch den viertägigen Rotationszyklus wird also verhindert, dass sich ein bestimmtes Nahrungsallergen im Verdauungstrakt anreichert. Die Rotationsdiät scheint zu Beginn etwas kompliziert und zeitaufwendig. Wer sich mit der Methode allerdings eingehender befasst und etwas Geduld mitbringt, wird dafür sicherlich belohnt werden.

Säuglingsernährung
Besteht bei einem Neugeborenen eine erbliche Allergie-Veranlagung, sollte der Säugling wenigstens die ersten sechs Monate ausschließlich gestillt werden. Bei berufstätigen Müttern empfiehlt es sich, die Milch abzupumpen und gegebenenfalls einzufrieren, um nicht auf andere Nahrung umsteigen zu müssen. Bei einer Säuglingsallergie kommt als Auslöser fast immer nur Kuhmilch in Frage. Vor dem sechsten Lebensmonat sollte daher auf herkömmliche Flaschen- und Breinahrung gänzlich verzichtet werden. Danach kann mit dem Zufüttern von Breien, Obst und Gemüse begonnen werden, bei bekannter Kuhmilch- oder Weizenallergie selbstverständlich ohne diese Bestandteile (Produkte siehe Kasten). Füttern Sie Ihr Baby zuerst nur mit gekochtem Obst und Gemüse, und ergänzen Sie die Ernährung immer nur um ein weiteres Nahrungsmittel, um eventuelle allergische Reaktionen zuordnen zu können. Lebensmittel mit bekannt hohem allergischen Potential wie Kuhmilch, Weizen, Hühnerei, Zitrusfrüchte, Kiwi, Fisch, Tomaten, Nüsse, Schokolade und Erbsen sollten im ersten Lebensjahr ganz gemieden werden.

Flaschennahrung
Sollten Sie Ihr Baby nicht oder nicht lange genug stillen können empfiehlt sich zur Vorbeugung gegen eine Allergie die so genannte HL-Nahrung, die hypoallergene Kost. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es sich lediglich um veränderte Eiweißmoleküle der Kuhmilch handelt, die Basis ist und bleibt Kuhmilch. Bei bekannter Kuhmilchallergie dürfen sie deshalb nicht verfüttert werden, stattdessen werden als Flachennahrung Produkte auf Sojabasis empfohlen. Bekommen Kinder diese mehrmals täglich, besteht jedoch die Gefahr, dass sie auch auf Soja eine Allergie entwickeln können. Dies betrifft allerdings nur Präparate mit intakter, das heißt unbehandelter Sojamilch. Wird Sojamilch hydrolisiert, das heißt die Eiweißketten in kleine Teile aufgespaltet, verliert es sein allergisches Potential. Diese künstliche Nahrung sollte den Notfällen vorbehalten bleiben, denn mit „lebendiger“ Ernährung hat dies freilich nichts mehr zu tun. Als Alternative kommen auch Ziegenmilch (auch tief gefroren erhältlich), Schafsmilch oder Stutenmilch in Betracht. Die einzige wirklich richtige Ernährung ist und bleibt aber die Muttermilch und Sie sollten alles daran setzen, Ihr Kind die ersten Monate ausschließlich damit zu füttern.

Kuhmilch- und weizenfreie Flaschennahrung
• Milupa Pregomin (hydrolisiertes Sojabasis)
Milupa AS (reine Aminosauren)
• Lactopriv Töpfer (Sojabasis)
• Humana SL (Sojabasis)

Kuhmilch- und weizenfreie Breie (ab dem sechsten Monat)
• Milupa Ipf-Brei
• Sinlac-Brei (Nestle)
• Lactopriv Apfelbrei (Töpfer)

Neurodermitis-Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 3

Darmsanierung
Bei jedem Neurodermitis-Patienten sollte der Stuhl auf den Hefepilz Candida albicans und andere Parasiten oder Giftstoffe untersucht werden. Bei Erwachsenen hat sich für eine grundlegende Darmreinigung die Colon-Hydro-Therapie bewährt, mit anschließendem Aufbau der Darmflora mit natürlichen Darmbakterien. Eine finnische Studie aus dem Jahre 2001 belegt die Wichtigkeit einer intakten Darmflora im Kampf gegen Allergien. Die Einnahme von Milchsäurebakterien für den Aufbau einer gesunden Darmflora hat die Neurodermitis-Erkrankungsrate bei Säuglingen mit hohem Allergierisiko (Vater und Mutter Allergiker) um die Hälfte reduziert.
Bei Pilzbefall ist zusätzlich die Einnahme eines Nystatin- oder Mhyrre-Präparates empfehlenswert. Besonders bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen hat sich in hartnäckigen Fällen von Darmpilzbefall die Ozoninsufflation bewährt. Hierbei wird durch einen dünnen Katheter über den After Ozon direkt in den Darm geleitet. Das dreiatomige Sauerstoffmolekül Ozon wird dort in Sauerstoff und ein freies Radikal umgewandelt. Was für den Menschen lebensnotwendig ist, ist für Hefepilze tödlich: Die Darmschmarotzer sterben durch den Sauerstoff ab, gleichzeitig wird das Immunsystem stimuliert. Die Ozonbehandlung erfolgt zweimal pro Woche, insgesamt sechsmal, mit abnehmender Konzentration.

Allergenkarenz
Wenn die Informationslöschung des Allergens mit der Bioresonanztherapie erfolgreich sein soll, ist es notwendig eine strikte Karenz des zentralen Allergens – Kuhmilch und/oder Weizen – einzuhalten. Diese müssen nicht nur gänzlich vom Speiseplan gestrichen, sondern für eine bestimmte Zeit vollständig aus dem Umfeld des Patienten verbannt werden. Bei Kuhmilchallergie ist selbst der Milchdampf zu meiden und Weizenallergiker machen am besten einen weiten Bogen um Bäckereien. Ist eine Kuhmilchallergie bei einem Säugling bereits ausgebrochen, sollten stillende Mütter völlig auf den Genuss von Kuhmilchprodukten verzichten. Die Allergenkarenz muss so lange eingehalten werden, bis sich das Hautbild merklich verbessert. Erst dann kann in einem zweiten Schritt die »Informationslöschung« des Allergens mit der Bioresonanz-Therapie erfolgen.

Bioresonanz-Therapie
An die erfolgreiche Nahrungsmittelkarenz schließt sich als zweiter Schritt die Bioresonanz-Therapie an. Unter der von dem Arzt Franz Morell 1977 eingeführten Methode versteht man eine Schwingungstherapie, die mit körpereigenen und fremden Schwingungen (Frequenzen) im biophysikalischen Bereich arbeitet. Diese Signale werden mit Hilfe eines speziellen Geräts aufgenommen und dem Körper in veränderter Form wieder zugeführt. Therapieprinzip ist dabei das Resonanzphänomen: Treffen zwei spiegelbildliche Schwingungen aufeinander, werden diese neutralisiert. Das Allergen verliert dadurch seine krankmachende Wirkung, bis diese letztendlich »gelöscht« ist. Für die Praxis bedeutet das, dass etwa ein Kuhmilchallergiker nach erfolgreicher Bioresonanz-Therapie wieder Kuhmilchprodukte essen kann, ohne allergisch zu reagieren. Das Verfahren ist absolut frei von Nebenwirkungen und selbst bei Säuglingen anwendbar.

Immunmodulation mit Eigenblut-/Eigenurintherapie
Für die Behandlung einer Neurodermitis hat sich besonders die Gegensensibilisierungsmethode nach Prof. Theurer bewährt. Im akuten Stadium wird dem Patienten Blut oder Urin abgenommen, weil in dieser Situation besonders viele Antikörper vorhanden sind und daraus homöopathisch aufbereitete Tröpfchen hergestellt. Diese müssen dann ein Jahr lang nach einem festgelegten Schema eingenommen werden. Die Methode hat einen ausgezeichneten immunmodulierenden Effekt und eignet sich für Kinder besonders mit der Urin-Variante, da nicht schmerzhaft Blut abgenommen werden muss. Bei Erwachsenen kann auch die klassische Eigenblut- oder Eigenurin-Therapie in Form von Injektionen durchgeführt werden.

Unterstützende therapeutische Maßnahmen
Akupunktur, Homöopathie oder Schüssler Salze können begleitend eingesetzt werden. Auch Klimakuren beeinflussen eine Neurodermitis positiv. Allein schon die Umgebungsveränderung mildert oftmals die akuten Symptome. Besonders gut sind Aufenthalte am Meer, da sowohl Baden im Salzwasser als auch die Sonneneinstrahlung eine heilende Wirkung ausüben. Eine psychotherapeutische Betreuung und Aufarbeitung ungelöster Probleme kann etwaige Therapieblockaden lösen und somit entscheidend für den gesamten Behandlungserfolg sein.

Hautpflege
Die Haut des Neurodermitikers ist extrem rau, trocken und spröde. Sie muss daher regelmäßig, am besten zweimal am Tag, gefettet werden. Bei der Pflege kommen Fettsalben, Cremes oder Lotionen zum Einsatz, die je nach Lokalisation der Ekzeme und Jahreszeit ausgewählt werden. Um den quälenden Juckreiz zu mildern, sollte die Haut zusätzlich gut feucht gehalten werden.
Eine Wohltat für die strapazierte Haut ist ein Kristallsalzbad. Besonders zur Linderung des Juckreizes hat es sich bewährt. Das Salz wird in die Haut aufgenommen und bindet dort die Feuchtigkeit. Die Konzentration ist abhängig vom Hautzustand, sollte jedoch mindestens ein Prozent betragen, das bedeutet ein Kilogramm Salz auf eine Badewannenfüllung mit Hundert Litern. In eine Kinderbadewanne passen etwa 20 bis 30 Liter. In diesen Fällen fügen sie 200 bis 300 Gramm Salz hinzu. Liegen keine offenen Hautstellen vor, kann die Salzkonzentration des Badewassers bis auf drei Prozent erhöht werden. Beachten Sie: Die Wassertemperatur darf nicht zu heiß sein, die Badedauer nicht mehr als 15 bis 20 Minuten betragen. Generell sollten Sie nur in Salzwasser baden, um eine zusätzliche Austrocknung der Haut zu vermeiden. Und vergessen Sie niemals das Eincremen nach dem Duschen oder Baden! Besonders bewährt haben sich parfumfreie Cremes mit Nachtkerzenöl.

Kleidung
Wolle und synthetische Materialien dürfen nie direkt auf der Haut getragen werden. Am verträglichsten sind Baumwolle und fein gewebtes Leinen. Neu gekaufte Kleidungsstücke, die mit der Haut in Kontakt kommen, sollten vor dem ersten Tragen immer gewaschen werden, um Farb- und Imprägnierungsrückstände zu entfernen. Verwenden Sie keinen Weichspüler, geben Sie statt dessen einen Schuss Essig ins letzte Spülwasser. Die Kleidung sollte weit getragen werden, um Hitzestaus vorzubeugen.

Bettzeug
Rosshaarmatratzen, Daunenkissen und -decken bieten der Hausstaubmilbe paradiesische Lebensräume. Übrigens: Auch die Federn selbst können Allergieauslöser sein. Tauschen Sie Ihr herkömmliches Federbettzeug daher möglichst gegen spezielle Allergikerbetten ein (in guten Fachgeschäften erhältlich).

Tiere
Prinzipiell sollte man mit der Anschaffung von Tieren bei familiärer Allergiebelastung vorsichtig sein, am besten man vermeidet Haustierhaltung ganz. Mit der Bioresonanz-Therapie kann der Versuch unternommen werden, die Allergiebereitschaft gegen die Tierhaare zu löschen. Während der Therapie ist in jedem Fall die Nähe zum Haustier zu meiden. Auch anschließend sollte ein direkter Kontakt (Schmusen mit Katze oder Hund) eingeschränkt werden. Erst wenn die Allergenlöschung nicht möglich ist, muss — so schmerzlich es ist — für das Tier ein neues Zuhause gesucht werden.

Wohnung
Teppiche aus Tierhaaren sollten aus Allergiker-Wohnungen weggeräumt werden. Beherzigen Sie beim Möbelkauf: Je weniger behandelt die Möbel sind, desto besser. Typische Wohngifte wie Formaldehyd in Möbeln, Spanplatten und verklebten Teppichböden oder Lösungsmittel in Holzschutzmitteln tragen oftmals zum Ausbruch einer Neurodermitis mit bei. Auch Zigarettenqualm ist eine bedeutende Schadstoffquelle in Wohnräumen. Rauchen – sowohl passiv als aktiv — sollte daher unbedingt vermieden werden.

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 1

Dr. Ruediger Dahlke beleuchtet Ursachen und Gründe des Krankheitsbildes Allergie aus einem nicht alltäglichen Blickwinkel
Kaum ein Krankheitsbild hat in den letzten Jahrzehnten so zugenommen wie die Allergie. Woran liegt das? ist die naheliegende Frage der Forscher, die zu vielen Spekulationen und einigen interessanten Antworten geführt hat. Sie reichen von der zunehmenden Umweltverschmutzung über ungesunde Ernährung, Medikamentenabusus und ungeprüftem Einsatz von Chemikalien bis hin zu dem Verdacht, die Immunsysteme heutiger Menschen seien generell dem Stress des modernen Lebens nicht mehr gewachsen und die Grenzen der Belastbarkeit bei weitem  überschritten. So hat eine schulmedizinische Studie ergeben dass Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine einzige Antibiotika-Behandlung bekommen haben, ein um mehr als 50 % erhöhtes Allergierisiko davon tragen. Leider wurde nach diesem spektakulären Ergebnis nicht weitergeforscht, denn es wäre ja hochinteressant zu erfahren, wie sich Antibiotikagaben in späteren Jahren auswirken. Der Verdacht liegt nahe, dass sie auch dann die Wahrscheinlichkeit auf nachfolgende allergische Reaktionen erhöhen.

Keine Zeit für Infekte
Wie ist solch ein erschreckendes Ergebnis zu erklären? Im Rahmen der „Archetypischen Medizin“, die sich mit der Be-Deutung und Symbolik der Krankheitsbilder beschäftigt, fällt eine Erklärung leicht.
Demnach sind Infektionen in den Körper verschobene Konflikte. Das Abwehrsystem kämpft gegen eingedrungene Erreger. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen, die sich mit dem Leben aktiv und offensiv auseinandersetzen, ja sich vom Leben und seinen Herausforderungen erregen lassen, die sich Auseinandersetzungen mutig stellen und die heißen Eisen in ihrem Leben anpacken, abwehrstärker sind als solche, die sich den Herausforderungen verweigern und sich eher aus Angst verkriechen. Wer sich also nicht mehr vom Leben erregen lässt, sondern sich verschließt, öffnet sich stattdessen umso leichter den überall vorhandenen Erregern. So zeigt die tägliche Erfahrung, dass es immer die gleichen engagierten Menschen sind, die ihr Leben meistern und darauf brennen, es selbst zu gestalten und daher keine Zeit für grippale Infekte haben, während es andererseits immer dieselben sind, die keine Grippewelle auslassen. Menschen, die sich dem Leben verweigern, sind also im medizinischen Sinn eher abwehrschwach. Sie müssen die Kämpfe und Auseinandersetzungen, die sie mit ihrer Umwelt vermeiden, im Körper austragen, der sozusagen zum stellvertretenden Schlachtfeld wird. Insofern wird der Körper zu einer Bühne für jene Inhalte, die auf der Bewusstseinsebene nicht stattfinden.

Ungelöste Konflikte als Auslöser der Allergie
Aber wer schon im Bewusstsein unwillig war, sich einer Herausforderung zu stellen, wird auf der Körperebene auch nicht mehr Lust dazu haben. Er sucht sich folglich schulmedizinische Hilfe. Mit Antibiotikagaben versuchen dann Schulmediziner die Darstellung des Konfliktes im Körper verhindern, blockieren damit aber unabsichtlich eine weitere Ausdrucksmöglichkeit der Betroffenen. Das führt leider nicht dazu, dass die Seele aufgibt und das Thema verlässt, sondern sie sucht offenbar neue Ausdrucksmöglichkeiten. Einiges spricht dafür, dass die Thematik durch solche Blockadetechniken auch nichts von ihrer Brisanz verliert, sondern im Gegenteil noch schärfer und bedrohlicher ihr Recht auf Ausdruck und Beachtung durchsetzt. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass Verdrängtes weiter drängt und unterdrückte Infektionen spätere Allergien begünstigen. Diese Verschiebung ist durchaus nicht beliebig, denn sowohl hinter Infektionen als auch Allergien steckt das Thema Aggression. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Entzündungen um Konflikte zwischen Angreifern in Gestalt der Erreger und Abwehrmaßnahmen des Immunsystems. Der Unterschied zu den Allergien ist prinzipiell gering. Lediglich die Erreger sind hier durch Allergene ersetzt. In beiden Situationen wird aber auf Biegen und Brechen gekämpft. Dass es sich bei der Verschiebung von den Infektion zur Allergie um eine Eskalation handelt, mag daran deutlich werden, dass die Erreger immerhin potentiell gefährlich sein können. Die Allergene dagegen sind in der Regel harmlose Stoffe, meist auch noch natürlichen Ursprungs. Blütenpollen, die im Rahmen des Heuschnupfens in jedem Frühling von Millionen Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes – bis aufs Blut bekämpft werden, sind im Prinzip gesund, weshalb sie sich auch in der Gesundheitsszene großer Beliebtheit erfreuen. Bei den Pollen ist es lediglich ihre symbolische Bedeutung, nämlich den nicht ausgetragenen verdrängten Konflikt, der zwar unbewusst aber deshalb nicht weniger vehement bekämpft wird. Die nächste Eskalationsstufe ungelebter Aggression wäre die Bekämpfung körpereigenen Gewebes aufgrund seiner Symbolik. Diese Ebene ist bei den Autoaggressionskrankheiten wie etwa Rheuma, aber auch Multipler Sklerose erreicht.

Allergie als Symbol
Wie viel schwerwiegender die Situation bei den Allergien im Vergleich zu den Infektionen ist, zeigt sich nicht nur an deren grundsätzlich chronischer Natur, sondern auch an Dingen wie fehlender Inkubationszeit. Bei Bakterieninfektionen muss das körpereigene Abwehrsystem zuerst einmal bei den Bakterien Maß nehmen, um davon ausgehend seine, wie gezielte Lenkwaffen funktionierenden Antikörper produzieren zu können. Die Zeitspanne vom ersten Kontakt bis zum Gegenangriff dieser Lenkwaffen nennt man Inkubationszeit. Da diese bei Allergien entfällt und die Reaktion sofort einsetzt, kann man davon ausgehen, dass der allergische Organismus in jedem Moment schon immer gerüstet ist, d.h. seine Waffenschmieden im Knochenmark sind immer aktiv, seine Waffenkammern immer gefüllt. Wer aber ständig rüstet und der Welt waffenstarrend begegnet, ist offenbar aggressiver als jemand, der sich immer erst auf etwaige Angriffe einstellen muss. Es spricht also alles dafür, dass der Schritt von der Infektion zur Allergie eine Eskalation ist, die wir besser vermeiden sollten. Tatsächlich tun wir heute genau das Gegenteil. In den letzten 25 Jahren meines Arztseins haben Allergien in atemberaubender Geschwindigkeit zugenommen. Zur Zeit meines Examens war jeder 10. Bundesbürger Allergiker, heute ist es schon jeder dritte mit weiter steigender Tendenz. Nach diesem Ansatz, der mit „Krankheit als Weg“ begann und bis zu „Krankheit als Symbol“ führte, ist jedes Krankheitsbild, das sich auf körperlicher Ebene ausdrückt, psychosomatisch, denn wo eine Form und Gestalt ist, lässt sich auch ein dazugehöriger Inhalt finden. Man müsste ihn nur suchen.

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 2

Symbolik der Allergene
Bei der Allergie führt das zielstrebig in den Bereich der Aggressionsproblematik. Allergiker führen Krieg und bekämpfen in ihren Allergenen Symbole, die für andere völlig harmlos sind und auch von ihrer materiellen Ebene her nichts Gefährliches haben. Erst wenn man hinter Pollen den männlichen Samen der Pflanzen erkennt, mag klar werden, wogegen sich die unbewusste Abwehr richtet. Ähnlich wären die verschiedenen Tierhaare einzustufen. Auch hier verbirgt sich der oberflächlichen Betrachtung eine durchaus erotische Bedeutungsebene, die noch in Worten wie „Schmusetier“ herauskommt. Die Katze ist eben eine verschmuste Verführerin, das Reitpferd spiegelt in seiner urwüchsigen Kraft Triebhaftigkeit. Raubtiere haben sowohl diese große Kraft als auch etwas Verführerisches neben der kuscheligen Weichheit, die alle Pelztiere verkörpern. Pelzmäntel werden deshalb auch nicht wegen der Wärme getragen, sondern wegen ihrer erotischen Ausstrahlung, anderenfalls wäre das Fell unbedingt nach innen zu kehren, wie es die Eskimos machen. Neben der Gruppe der im weitesten Sinne erotischen Allergene gibt es die große Gruppe jener, die Schmutz und verwandte Themen verkörpern. Hierher gehört der Hausstaub, der als Symbol der Unsauberkeit und als Feind jeder guten Hausfrau gilt und diesen Ruf als Kot der Hausstaubmilbe auch wirklich verdient. Die genaue Bedeutung der eigenen Allergene lässt sich in einem Buch wie „Krankheit als Symbol“ nachschlagen oder besser noch in der eigenen Seelenbilderwelt mit einer CD wie „Allergie“ erfahren. Tatsächlich ist es in jedem Fall notwendig, neben dem intellektuellen Verständnis eines Krankheitsbildes auch dessen Hintergrund im Reich der eigenen Bilder zu erfahren. Dazu sind die mit Musik unterlegten „Reisen nach innen“ gut geeignet.

Äußerliche Therapieansätze
Natürlich sollte diese Art von umfassendem psychosomatischen Verständnis aber nicht dazu führen, Krankheitsbilder nur noch von der seelischen Ebene her anzugehen. Der Mensch ist immer ein Gesamtkunstwerk, und die vielen Ebenen seiner Existenz kommen ständig zusammen und ergänzen sich. Jedem Menschen kann, wenn auch nicht spezifisch für seine Krankheitssymptomatik dadurch geholfen werden, dass er sich sinnvoll ernährt und genug gutes Wasser trinkt, dass er seinen Organismus regelmäßig und am besten fastend reinigt und ihn entsprechend bewegt. Bei den Allergien kommen natürlich auch abwehrstärkende Maßnahmen in Frage von Eigenblut über Eigenurin bis hin zu den guten alten hoch wirksamen Übungen von Pfarrer Kneipp . Auch moderne Ansätze, wie die Bioresonanztherapie oder die Darmsanierung mit Hilfe der Colon-Hydro-Therapie sind sehr hilfreich, um so mehr, wenn man bedenkt, dass zirka 80 Prozent des Immunsystems im Darm beheimatet sind. Ein Königsweg der Allergiebehandlung ist auch die klassische Homöopathie, die sowohl die Konstitution der Betroffenen als auch die spezielle allergische Situation mit einbezieht. Die von mir vertretene deutende Medizin ist letztlich auch ein homöopathisches Verfahren, denn auch hier geht es nicht darum, die Symptome zu unterdrücken, sondern im Gegenteil sie bezüglich ihres Sinnes zu hinterfragen und die in ihnen verborgene Lernaufgabe zu erkennen. Nicht zufällig fragten die alten Ärzte „Was fehlt Ihnen?“ und drückten damit die Chance aus, die in jedem Krankheitsbild schlummert. Denn nur wenn man krank war, wurde man so gefragt und konnte folglich Fehlendes ins Leben integrieren und damit vollständiger und heiler werden.

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 3

Die positiven Seiten der Aggression
Im Fall der Allergie fehlt der Zugang zum Prinzip der Aggression, der durchaus zu lernen ist. Das Problem ist hier lediglich, dass wir das ganze Thema Aggression heute so hassen, dass wir es in Bausch und Bogen verdammen, gerade wegen ihrer negativen Ausprägungen. Wir ernten aber gerade deswegen soviel Gewalt und Brutalität, weil wir die positiven Seiten dieses Archetyps nicht mehr erkennen, wie zum Beispiel Mut und Entschlossenheit, Kraft und Energie, Entscheidungsfähigkeit und Wille. Auch Durchsetzungsfähigkeit und Dynamik gehören hierher und zeigen uns, wie sehr gerade solche Eigenschaften heute im modernen Leben fehlen. Wenn wir eine Hierarchie unter den verschiedenen Eingriffsmöglichkeiten bei den verschiedensten Krankheitsbildern finden wollen, können uns die Erfahrungen der alten Medizinsysteme des Ostens weiterhelfen. So wurde in China der Arzt vor allem dann honoriert, wenn die Menschen gesund waren, weil er Bedrohungen ihrer Gesundheit schon im Vorfeld aufgefangen hat. Gesunde Ernährung stand hier in der Wertung deutlich über der Kräutermedizin, darüber aber rangierte noch die typgerechte Ernährung, die sich der jeweilige Mensch selbst suchen musste. Über solch konkreten Maßnahmen stand jedoch die Sorge um das Gesundheitsverhalten. Von diesem wiederum wusste man, dass es aus der Welt der Emotionen und Gefühle gespeist wurde, und darum diese Seelenwelt sehr hoch eingestuft wurde – direkt unter der Ebene des Bewusstseins. Auch die indisch-ayurvedische Medizin hatte, ähnlich der chinesischen, einen philosophischen Hintergrund, der sich über Jahrtausende bewährt hat. Im Gegensatz dazu hat sich die Halbwertszeit des Wissens der modernen westlichen Medizin auf fünf Jahre reduziert. Wer das System der alten Kulturen übernimmt und Ärzte wieder für Erfolg statt für Misserfolg honoriert werden, wird sofort merken, dass die Ernährungsberaterin über dem Chirurgen und der Tai Chi- Lehrer über dem Internisten steht. Darüber aber stünde die Psychotherapie und schließlich ganz oben die auf das Bewusstsein wirkende Meditation.

Lösungsversuche der Schulmedizin
Doch die medizinische Wirklichkeit sieht anders aus, wie wir an den Erfahrungen mit der schulmedizinischen Desensibilisierung sehen können. Zwar kann man damit im ersten Jahr danach die Symptome oft zum Verschwinden bringen, jedoch ist es meist nur eine Zeitfrage bis sie nun von anderen aber symbolisch ähnlichen Allergenen wieder ins Spiel gebracht werden. Dieses Verfahren haben Schulmediziner selbst als Symptomverschiebung entlarvt. Dahinter steckt, dass die Ursache, nämlich die Aggressionsproblematik immer an die Oberfläche des Bewusstseins drängen muss, solange sie ungelöst bleibt. Eine andere Strategie wäre die der Vermeidung aller Allergene. Dem sind jedoch Grenzen gesetzt, denn es gibt heute schon Allergiker, die gegen alle Nahrungsmittel bis auf ein oder zwei Ausnahmen allergisch reagieren. Die große Mehrheit der Gesellschaft favorisiert jedoch die Vermeidungsstrategie. Dies können wir vor allem im Frühling erleben, wenn direkt auf die Nachrichten der Wettervorhersage mit dem Pollenflugbericht für Allergiker, wie eine Kriegsberichterstattung folgt. Weidenpollenflug im Raum München Nord soll dann den dort lebenden Allergikern offenbar suggerieren, dass sie lieber zuhause bleiben oder gleich die Schutzräume aufsuchen sollen. Tatsächlich hatte die Schulmedizin in ihrer Hilflosigkeit gegenüber den Allergien vor Jahrzehnten allergenfreie Kammern befürwortet, eine Art vollklimatisierten Sarg, aus dem alles Lebendige und damit Gefährliche herausgehalten werden sollte.

Schulmedizin: Unterdrücken statt heilen
Die „erfolgreichste“ Methode der Schulmedizin ist die Unterdrückung der allergischen Symptome mit Mitteln wie den Antihistaminika oder Kortison. Das funktioniert natürlich, aber mit den Symptomen werden so auch viele andere Ausdrucksformen des Lebens unterdrückt. Antihistaminika machen nicht umsonst müde, Kortison führt auf Dauer zu schweren Nebenwirkungen. Hinzu kommt noch, dass die im Symptom gebundene Energie den Betroffenen auf diese Weise vorenthalten bleibt. So wird klar, warum so viele schulmedizinische Behandlungsformen der Unterdrückung die Lebensenergie herabsetzen und dem eigentlichen Ziel, vor Lebendigkeit sprühender Gesundheit, entgegenstehen. Der einzige Vorteil dieser Behandlung für den Patienten liegt darin, dass er sein Leben nicht verändern muss, keinerlei Eigenverantwortung zu entwickeln hat und genauso weitermachen kann wie bisher.

Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild als Weg
Wer dagegen den kurzfristig mühevolleren Weg der Bewusstwerdung im Sinne von „Aggression als Chance“ auf sich nimmt, wird langfristig ebenfalls seine Symptome loslassen können. Dazu wird er aber keine Energie im Sinne der Unterdrückung verbrauchen, sondern im Gegenteil noch die bisher in den Symptomen gebundene Energie befreien. Ganz abgesehen davon, dass sein Leben offensiver, mutiger und damit noch energievoller und erfolgreicher werden wird. Wer lernt, sich selbst seiner Haut zu wehren, anstatt dieselbe im Sinne von Neurodermitis ausschlagen zu lassen, wird offensichtlich langfristig mehr vom Leben haben, als jener, der die Neurodermitis mit Hilfe von Kortisonsalben von der Haut verbannt, um dieselbe Aggressionsenergie später in Form von Asthma, jenem anderen allergischen Krankheitsbild, in den Lungen zu ernten. Der Weg von unserem ersten Kommunikationsorgan Haut zum zweiten, der Lunge, ist ein häufig gewählter, wie alle Kinderärzte wissen, die erleben mussten, wie unterdrückter Milchschorf zur Lungenmanifestation tendiert. Aber auch Homöopathen kennen das Phänomen, dass bei der Behandlung des Asthma oft wieder Hauterscheinungen als Zwischenstadien auftreten. Der Weg der Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild und den dahinterliegenden Prinzipien, ist sicher kurzfristig ungleich unbequemer als der schulmedizinische Weg der Unterdrückung. Mittel- und langfristig ist er aber ungleich gesünder und heilsamer. Er wird das Leben im wahrsten Sinne des Wortes bereichern, da er Fehlendes integriert und über Eigenverantwortung zur Autonomie führt.

Literatur zum Thema:
Krankheit als Weg
Krankheit als Symbol (Bertelsmann)
Aggression als Chance(Bertelsmann)
CD „Allergie“ (Goldmann Arkana-Audio)
Info zur Arbeit von Ruediger Dahlke: www.dahlke.at

Schwerelos in Zeit und Raum, Teil 1

Der Floating Tank

Der bekannte amerikanische Gehirnforscher und Neurologe Dr. John Lilly erfand 1954 den so genannten Schwebetank und erforschte damit, wie das außerordentliche Gefühl der Schwerelosigkeit auf Körper und Psyche wirkt.
In den folgenden Jahren wurde der Schwebetank, auch Floatarium genannt, an vielen amerikanischen Universitäten und von der NASA in Studienprogramme mit einbezogen und auf seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hin untersucht. Der Begriff Floatarium kommt vom englischen floating und bedeutet: obenauf schwimmen, getragen werden, sich tragen lassen. Alle Floatarien beruhen auf demselben Prinzip: Man schwebt in einer mit körperwarmer, hochkonzentrierter Sole gefüllten, überdimensional großen, geschlossenen Badewanne – völlig abgeschirmt von der Außenwelt.
Bisher wurde für die Zubereitung der Sole nur Magnesiumsulfatsalz eingesetzt. Seit November 2001 gibt es auch die Möglichkeit, in einer reinen Kristallsalzsole zu floaten. Unser Körper befindet sich dabei im exakt gleichen Frequenzmuster wie in der vorgeburtlichen, embryonalen Phase im Mutterleib. Denn Kristallsalzsole ist ähnlich zusammengesetzt wie das mütterliche Fruchtwasser, nur wesentlich konzentrierter.
Floaten schenkt die wunderbare Möglichkeit, sich aus dem täglichen beruflichen und privaten Stress vollkommen zurückzuziehen, völlig abzuschalten und neue Energie zu tanken. Der schwerelose, geborgene Zustand versetzt jeden Menschen mühelos und schnell in angenehme, heilsame Tiefenentspannung, in der sich machtvolle Regenerations- und Selbstheilungskräfte ungestört entfalten können.

Die Wirkungsweise des Floatariums

Die Schwerelosigkeit
Der Schwebezustand regt die Produktion von Endorphinen, den so genannten Glückshormonen, an, stärkt unser Immunsystem, reduziert Schmerzen, unterstützt den Stoffwechsel, reguliert das vegetative Nervensystem. Aller Stress schmilzt weg, und tiefes Wohlbefinden durchflutet Körper, Geist und Seele. Atemrhythmus, Herzschlag und Blutdruck normalisieren sich, Gift- und Schlackenstoffe werden aus den Zellen gespült. Frei von der Schwerkraft lässt sich eine unbeschreibliche Heilwirkung auf allen Ebenen erleben.

Alpha und Theta-Gehirnwellen
Diese Gehirnwellen entstehen in Momenten tiefster Entspannung. Sie lassen uns eins fühlen mit dem Universum, schenken uns kreative Inspiration und weise Einsichten. Diesem losgelösten Zustand des All-Ein-Seins entspringen unsere Phantasie, geniale Geistesblitze, erfolgreiche Problemlösungen und alle Arten von Kreativität.

Ausgleich der linken und rechten Gehirnhälfte
In unserer Kultur trainieren und gebrauchen wir hauptsächlich die analytisch, verbal arbeitende linke Gehirnhälfte. Die intuitive, in Bildern und Gefühlen „denkende“ rechte Gehirnhälfte wird meist vernachlässigt. Damit berauben wir uns der Möglichkeit, ohne Anstrengung schöpferische Eingaben zu jeder Lebensfrage zu erhalten, überhören wichtige intuitive Impulse und emotionale Bedürfnisse. Linkslastiges Leben ist ungeheuer anstrengend, angespannt und wirkt sich schädlich auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit aus. Floaten hilft uns dabei, „Kopf und Bauch“ ins Gleichgewicht zu bringen, also linke und rechte Gehirnhälfte wieder harmonisch zu verbinden und in Gleichschwingung zu versetzen.

Regeneration der Kräfte
Unser Körper schwebt in einer Urmeerlösung, er befindet sich energetisch in dem Frequenzmuster, das seinem Ursprungszustand entspricht. Körper, Seele und Geist können vollständig regenerieren.

Reduktion auf das wirkliche Sein
Durch die Ausschaltung von Außenreizen erwacht das bewusste Empfinden des eigentlichen Seins, das hinter dem ständig beschäftigten und gehetzten Ego verborgen liegt. Man findet Zugang zu den „inneren Welten“. Blockaden und Verhinderungsstrategien schmelzen dahin, die Energie und Unbegrenztheit der essenziellen Existenz durchstrahlt das verkrampfte, kleine Ich und weitet es behutsam aus. Die Möglichkeiten des Denkbaren werden überschritten, und das Undenkbare wird zur nutzbaren Möglichkeit. Es ist, wie wenn sich der Nebel der Alltäglichkeit verflüchtigt und wir das Wesentliche, das Wahre erkennen.

2. Teil

Schwerelos in Zeit und Raum, Teil 2

Die Reise zum Sein

Nach einer entspannenden Rückenmassage duschen Sie gründlich Körper und Haare. Sie steigen in den Tank, schließen die Türe, legen sich langsam auf den Rücken, lassen Ihren Körper in die warme Schwere des Sie tragenden Salzbades sinken. Die Ohren sind unter Wasser, Sie hören sanfte Musik, der Tank ist innen beleuchtet und Sie atmen reine, gefilterte Luft. Die Kristallsole hat eine angenehme Temperatur von 34,5 bis 37 Grad Celsius, je nach Wunsch. Das warme Wasser umspült Ihren Körper, Sie sind schwerelos und schweben friedlich auf dem Rücken. Wenn Sie dann das Licht und die Musik ausschalten, erleben Sie das Gefühl der Schwere- und Zeitlosigkeit, absolute Stille, wohlige, samtene Dunkelheit und gleiten sanft in tiefste Entspannung.

Dem Alltag entfliehen
Sie verlassen den gewöhnlichen Alltag und begeben sich in einen wundervollen, friedlichen Raum, in dem Ihre üblichen Gewohnheiten und sinnlichen Wahrnehmungen (Hören, Sehen, Schweregefühl des Körpers) nicht vorhanden sind. Alle Verspannungen lösen sich von selbst, die Gedanken kreisen immer langsamer, kommen schließlich zur Ruhe. Die Aktivität der Gehirnströme reduziert sich auf langsame, harmonische Wellen, Atmung und Herzschlag schwingen ruhiger und ruhiger, körperlich, seelisch und geistig sinken Sie immer tiefer in ein Gefühl der Unendlichkeit, der grenzenlosen Ruhe und vollkommenen Entspannung.
Sie sind in einer absolut sicheren, geborgenen und stressfreien Welt, die Begrenzungen von Zeit und Raum verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Sie fühlen, was in Ihrem Körper, Ihren Gedanken, Ihrer Seele vorgeht, sind vollkommen eins mit sich selbst und verschmelzen mit dem weichen, warmen Wasser. Sie lassen sich so lange in Ihre Gedanken fallen, bis sie sanft von Ihnen abgleiten.

Im Raum des Nichtdenkens
Sie verlassen den Raum des Denkens und begeben sich in den Raum des Nicht-Denkens. Dieser Raum wird Ihnen anfangs ungewöhnlich erscheinen und vielleicht kehren Sie kurzfristig wieder zur Vertrautheit Ihres Denkens zurück. Nach und nach gewinnt aber das tiefer liegende, angenehme und alles tragende Urvertrauen die Oberhand, Befremdlichkeit und Ängste weichen, lösen sich in der Ewigkeit auf. Im Raum des Nicht-Denkens fühlen Sie sich unbeschreiblich wohl, grenzenlos und gleichzeitig absolut geborgen, sicher und höchst zentriert, empfinden sich als reine, körperlose Energie, nehmen sich und das Leben mit viel feineren Sinnen wahr. Ohne Außenreiz und Gedanken erfahren Sie im Raum des Nichts Ihre wirkliche grenzenlose Existenz.

Voller Energie zurück in den Alltag
Die Stunde wird wie im Fluge vergehen. Sie werden ganz sanft geweckt, das Licht geht wieder an.

Hat Wasser ein Gedächtnis? Teil 1

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse

Über Jahrhunderte hat die Wissenschaft ein Weltbild geprägt, das auf rein materialistischen Grundsätzen beruht. Akzeptiert wurde nur das, was messbar und dadurch beweisbar war. Wirklichkeit ist aber das, was wirkt und nicht alles was wirkt ist messbar. Sonst wäre jedes Gefühl – Freude, Trauer, Liebe nicht Wirklichkeit, denn es ist mit den herkömmlichen wissenschaftlichen Methoden nicht messbar.

Einfluss des Untersuchers auf die Proben: Derselbe Speicheltropfen von zwei verschiedenen Personen auf getropft

Der Geist bestimmt die Materie

Und doch wissen wir, dass Trauer und Ärger krank machen können, also Veränderungen an unserer materiellen Seite, unserem Körper verursachen können. Intuitiv wissen wir es alle, dass der Geist die Materie bestimmt und dass Gefühle und Gedanken sich viel tiefer in stoffliche Strukturen prägen, als wir dies für möglich halten.

Auch Wasser, das Urelement des Lebens, lässt sich mit den herkömmlichen, wissenschaftlichen Methoden in seinem Wesen nicht erfassen und ist immer noch eines der größten Geheimnisse unserer Erde. Erst neue, moderne Technologien verschaffen uns einen winzigen Einblick in das rätselhafte Verhalten und die enormen Fähigkeiten dieses Elementes. Die große Schwierigkeit bei der Wasseruntersuchung liegt darin, dass Wasser alle Informationen aus seiner Umgebung aufnimmt und sich deshalb ständig verändert. Wasser, eingebettet in seine Umgebung, in eine Landschaft mit bestimmten geologischen Eigenschaften ist nicht mehr absolut identisch mit der Probe, die im Labor untersucht wird. Auch das Wasser aus unserem Leitungshahn entspricht nicht mehr dem Wasser der Quelle, aus der es stammt.

Wasser- ein außergewöhnliches Element

Physikalisch betrachtet ist Wasser ein höchst eigenartiger Stoff, weil es sich in keinem Punkt so verhält, wie es die Forscher im Vergleich zu ähnlichen chemischen Verbindungen erwarten würden. Der Siedepunkt des Wassers zum Beispiel müsste nach den Gesetzen der Physik bereits bei – 46 Celsius Grad liegen. Wasser verdampft aber tatsächlich erst bei 100 Grad Celsius. Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus, statt sein Volumen zu verringern, wie man es erwarten würde.

Die Wassermoleküle bilden über Wasserstoffbrücken immer wechselnde Verbindungen, die sog. Cluster

Chemisch betrachtet besteht Wasser zu zwei Teilen aus positiv geladenem Wasserstoff und zu einem Teil aus negativ geladenem Sauerstoff. Positiv und negativ geladene Teilchen ziehen sich an und es kommt zu Wasserstoffbrücken, den sogenannten Clustern. Aufgrund der Wasserstoffbrücken müsste Wasser eigentlich ein Festkörper sein. Nachdem sich aber ein Teil der Wasserstoffbrücken immer wieder löst, um sich gleich wieder neu zu binden, bleibt das Wasser flüssig, obwohl es völlig vernetzt ist. Wasser kann deshalb als ein flüssiger Kristall bezeichnet werden.

 

 

 

Hat Wasser ein Gedächtnis? Teil 2

Geheimnis Wasser

Dieses vertraute und doch so rätselhafte Element Wasser hat Wissenschaftler aus der ganzen Welt in seinen Bann gezogen, um sein Geheimnis zu ergründen. „Hat Wasser wirklich ein Gedächtnis?“ „Kann Wasser Informationen speichern?“ lauten die Fragen. Der Biologe Dr. Jacques Benveniste wurde noch 1998 mit dem „Anti-Nobelpreis“ verhöhnt

Die Struktur des Wassers wird durch Musik beeinflusst. Links Bachs Arie aus der 3. Orchestersuite -ein wunderschöner sechseckiger Kristall. Rechts Heavy Metall - eine zerstörte Struktur

und als Esoteriker beschimpft, weil er behauptete, Wasser habe ein Gedächtnis. Denn was für die Homöopathie längst selbstverständlich war, lehnten bislang die Wissenschaftler als Humbug ab. Neue Forschungsergebnisse weisen jedoch darauf hin, dass reines Wasser die Wirkung anderer Substanzen tatsächlich aufnehmen und weitergeben kann. Die Biochemikerin Prof. Madeleine Ennis von der Queen´s University in Belfast experimentierte als Mitglied eines Forschungsteams mit homöopathischen Lösungen und wollte eigentlich deren Unwirksamkeit beweisen. Doch sie wurde eines Besseren belehrt. Unter der Leitung von Professor Robefroit der Universität Louvain in Brüssel wurden in vier voneinander unabhängigen Labors in Belgien, Italien und Frankreich Untersuchungen durchgeführt. Dabei wussten die Forscher nicht, welches Wasser eine bestimmte Substanz tatsächlich enthielt und welches Wasser homöopathisch aufbereitet war, d.h. also nur die Information dieser Substanz enthielt. Alle vier Testlabors kamen zu den Schluss, dass das homöopathisch aufbereitete Wasser wirkt, obwohl kein einziges Molekül der Substanz darin nachweisbar war. Doktor Jacques Benveniste sieht sich rehabilitiert und arbeitet bereits an seiner nächsten Vision. Nach seiner Meinung kann Wasser Informationen nicht nur aufnehmen, sondern diese als elektromagnetische Signale weitergeben. Er vergleicht Wasser mit einer leeren Audiocassette, die beliebig bespielbar ist. Nach der Theorie von Dr. Benveniste könnte Wasser eine Fernheilung ermöglichen. Löst man ein Medikament in Wasser, nehmen die Wassermoleküle seine Information durch elektromagnetische Wellen auf und senden Signale aus, die der Wirkung des Medikaments entsprechen. Diese Signale könnte man dann sogar per Internet oder Telefon zur Fernheilung versenden. Spinnerei? Dr. Benveniste versichert, dass er bereits tausende von Experimenten dieser Art mit großem Erfolg durchgeführt hat.

Auch der Physiker Dr. Wolfgang Ludwig beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit biophysikalischen Phänomenen, besonders im medizinischen Bereich. In seinen aktuellen Forschungen, beweist er die Wirkung der Homöopathie. Bei seinen Arbeiten hat er auch die sogenannten Marienwässer untersucht. Dabei wurde deutlich, dass es nicht die gelösten Spurenelemente sind, die bei bestimmten Krankheiten positive Auswirkungen zeigen, da in diesen Wässern ohnehin nur eine geringe Ionenkonzentration vorliegt. Vielmehr hatten die Marienwässer auffällige Ähnlichkeiten mit den bekannten Spektren homöopathischer Präparate. Die medizinische Wirksamkeit der Marienwässer kann also mit der Wirkung eines homöopathischen Komplexes gleichgestellt werden.