Die Bedeutung des Darms, 2. Teil

Die Einnahme von Antibiotika stört die Zusammensetzung der Darmflora empfindlich. Häufig treten daher während oder nach einer Antibiotikatherapie Störungen der Darmfunktion mit Durchfällen auf. Aus diesem Grund sollte niemals eine Antibiotikatherapie durchgeführt werden, ohne anschließend die Darmflora mit natürlichen Darmbakterien wieder aufzubauen.
Die Darmflora trainiert also das Immunsystem, verhindert die Ansiedlung krankhafter Keime und produziert zudem lebenswichtige Vitamine wie Vitamin K, Biotin, Folsäure usw. Diese Tatsache und die Erkenntnis, dass die Immunlage dafür verantwortlich ist, ob wir krank oder gesund sind, rückt ein intaktes Verdauungssystem in ein ganz neues, zentrales Licht.
Durch unsere fehlerhafte Ernährung und Lebensweise, aber auch Umweltbelastung und Medikamentenkonsum wird das Gleichgewicht zwischen Mensch und Bakterien zerstört. Die Folge: eine zunehmende Erkrankung der Abwehrkräfte im Organismus. Verdauungsstörungen wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Sodbrennen sind zur Volksseuche Nummer 1 geworden. Ausscheidungsstoffe, die zu lange im Verdauungssystem verweilen, haben die Tendenz zur Gärung und Fäulnis und führen zu einer Vermehrung schädlicher Bakterien, Pilze und sonstiger Gifte. Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung haben einen gestörten Stoffwechsel durch das Übergewicht krankheitsfördernder Darmbakterien. Sauerstoff gelangt nicht mehr in ausreichender Menge ins Gewebe. Gift- und Abfallstoffe werden nicht mehr schnell genug abgebaut und ausgeschieden.


Vitalitätsverlust, Müdigkeit, Depressionen, Konzentrationsmangel, Aggressivität und Angstzustände können die Folge sein. Der Darm wird zu einem riesigen Infektionsherd, belastet die Niere, die Leber und den Stoffwechsel, schwächt das Immunsystem und begünstigt so das Entstehen chronischer Krankheiten wie z.B. Allergien, Hauterkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Migräne und chronische Kopfschmerzen, Infektanfälligkeit und vieles mehr. Von dieser schleichenden Selbstvergiftung sind Millionen von Menschen betroffen, ohne es zu wissen. Schon Paracelsus postulierte: “Im Darm sitzt der Tod”, und wies damit auf die zentrale Bedeutung dieses Organs hin.