Die Bedeutung des Darms, 4. Teil

Über ein geschlossenes System wird das Wasser und der gelöste Darminhalt geruchlos durch einen Abflussschlauch geleitet. Mit einer sanften Bauchdeckenmassage kann der Therapeut vorhandene Problemzonen ertasten und das einfließende Wasser genau in diesen Bereich lenken. Die Colon-Hydro-Therapie ermöglicht dadurch eine intensive und gründliche Reinigung und Sanierung des Dickdarms, wie dies bisher nicht möglich war.
Die auflösende Wirkung des Wassers und die gleichzeitig warmkühle Reizung des Darms bewirkt, dass dieser wieder zu arbeiten beginnt, und selbsttätig den angesammelten und stagnierten Darminhalt weiterbefördert. Die Colon-Hydro-Therapie erzeugt keine Schmerzen oder Krämpfe und wird von Patienten als äußerst wohltuend empfunden. Das geschlossene System verhindert, dass sowohl für den Patienten als auch für den Therapeuten unangenehme Erscheinungen in Form von Gerüchen etc. entstehen.

Gesunde Ernährung unverzichtbar
 
Um einen lang anhaltenden Therapieerfolg zu erreichen, ist eine individuell abgestimmte gesunde Ernährung unabdingbar. Die gesunde Ernährung schlechthin gibt es nicht. Bei jeder Ernährungsempfehlung muss die ganz persönliche, individuelle Situation jedes Einzelnen berücksichtigt werden. Zwar lassen sich einige allgemein gültige Empfehlungen aufstellen, wie z.B. jeden Bissen zirka 20 Mal kauen, langsam essen, nicht zu spät am Abend essen, denaturierte Lebensmittel und Konservenkost meiden. Stattdessen sollten die Lebensmittel aus biologischem Anbau kommen, frisch und naturbelassen sein. Genussgifte wie Kaffee, Alkohol und Süßigkeiten sollten nur in Maßen genossen werden. Kranke Menschen müssen jedoch je nach Beschwerdebild eine individuell angepasste Ernährung beachten. Allergiker sollten selbstverständlich ihre persönlichen Allergene meiden. Vorteilhaft für alle Allergiker ist die so genannte Rotationsdiät, bei der nur alle vier Tage das gleiche Lebensmittel gegessen werden darf und so eine gewisse Toleranz auch gegenüber den Nahrungsmitteln erreicht wird, bei denen eine latente Allergie besteht. Patienten mit Verdauungsschwächedurch Mangel an Verdauungssäften können Rohkost und Vollkorn nur schwer verarbeiten; sie sollten Obst und Gemüse nur in leicht gedünstetem Zustand, Vollkorn nur fein gemahlen genießen. Bei Darmpilzerkrankungen muss auf den Genuss von schnell verfugbaren Kohlenhydraten wie Weißmehl, Zucker und Alkohol für einige Wochen ganz verzichtet und anschließend fur Monate stark eingeschränkt werden. Rheumatiker sollten sämtliche tierische Eiweiße, also Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte vermeiden.

Eigenverantwortung übernehmen

Diese Reihe könnte endlos fortgesetzt werden. Natürlich erfordert jede Ernährungsumstellung ein hohes Maß an Disziplin. Es ist an der Zeit, dass wir wieder mehr Eigenverantwortung für unsere Gesundheit übernehmen. Ein gesunder Darm ist, vergleichbar mit den Wurzeln eines Baumes, Ausgangspunkt eines kraftvollen und vitalen Organismus und bildet die Grundlage für einen gesunden Körper. Mit der Ernährung und der Pflege des Darms haben wir die Schlüsselrolle für unser Wohlbefinden in der Hand. Unser Körper sagt uns sehr genau, was ihm gut tut und was nicht. Wenn wir nur ein bisschen in uns hinein hören und die Signale unseres Körpers verstehen lernen, können wir eine Vielzahl von Krankheiten vermeiden.