Fit durch den Winter, Teil 1

Die fehlende Sonne und die erstarrte Natur senken die Produktion vieler Aktivitätshormone, denn eigentlich ist im Winter Ruhe und Rückzug angesagt für alle Lebewesen.
Einige Vögel verschwinden rechtzeitig in mildere, lebensfrohere Gefilde, andere Tiere, wie Siebenschläfer, Igel und Bären, verschlafen die kalten Monate einfach in geschützten Höhlen, und viele Insekten lassen sich regelrecht einfrieren. Auch wir Menschen leiden unter deutlichem Kräftemangel. Deswegen erleuchten wir die finsteren Tage mit Kerzenlicht, schmücken die Häuser mit immergrünen Tannen und Misteln. Heute nennen wir es Advent und Weihnachten, aber diese Winterrituale gab es zu allen Zeiten. Denn sie helfen auf vielfältige Weise, das Defizit an Licht und Lebensenergie auszugleichen.

Winterleben gegen den natürlichen Rhythmus

Wir modernen Menschen dürfen uns in der stillen Jahreszeit aber keine Verschnaufpause gönnen. Unser Alltag läuft unbarmherzig weiter. Dank übervoller Supermärkte, modernster Heizungen und elektrischem Licht, Autos, Fernseher und Computern hat der Winter scheinbar seine Schrecken verloren. Genug künstlich konserviertes oder künstlich hochgezüchtetes Nahrungsangebot, wärmedämmende Kunstfaserkleidung, künst-liche Wärme in Wohnungen und Büros und künstliches Licht soll genügen, um auch im Winter genauso wie im Frühling zu funktionieren und volle Arbeitsleistung zu erbringen.
Unser Körper lässt sich aber nicht täuschen. Mangels natürlicher Lebensenergie drosselt er den Stoffwechsel und die aktiven Funktionen. Künstlich konservierte Nahrungsmittel, Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Nikotin, aber auch Elektrosmog, Abgase oder Chemikalien schwächen jetzt den Organismus zusätzlich, legen unser Immunsystem lahm. Zentralheizungen trocknen unsere Schleimhäute aus und machen sie so für Viren und Bakterien empfänglich. Fast jeder fängt sich deswegen eine „Grippe“ ein. Halsweh, Triefnase, dicker Kopf und Gliederschmerzen zwingen zur nötigen Ruhe im warmen Bett. Doch meist unterdrücken wir pflichtbewusst solche Unpässlichkeiten mit Fiebersenkern, Schmerzhemmern und Antibiotika, um weiterhin perfekt funktionieren zu können. Dadurch erhöht sich unsere Infektanfälligkeit, wir haben mit ständig wiederkehrenden Erkältungen zu kämpfen oder entwickeln sogar schwerwiegende Infekte, wie Nebenhöhlenentzündungen, Mittelohrvereiterungen, Bronchitis bis hin zu Lungenentzündungen.

Zur Ruhe finden und die Stille genießen

Im Winter sollten wir unserem Bedürfnis nach Rückzug, Regeneration und Geborgenheit nachgeben. Leider können wir nicht schlafen, bis es hell wird, und uns nicht schon nachmittags um vier zusammen mit Familie, Freunden oder Kollegen an einen warmen Kachelofen setzen. Trotzdem können wir dagegen steuern: statt hektischem Radio im Auto lieber eine Kassette mit ruhigen Klängen einlegen: Klassik, Schmusepop, Weihnachtslieder oder Meditationsmusik. Zeitungen und Fernsehen sollte man wenigstens zeitweise bewusst ignorieren. Statt grausamer Nachrichten, quälenden Politdiskussionen, unbefriedigenden Halbwahrheiten, seichtem Blödsinn, Konsumterror, hochgegaukeltem Körperwahn, schneller Lustbefriedigung ohne echtem Gefühl und ohne wahre Erfüllung, Brutal- und Horrorerzählungen können Sie sich einen wunderschönen Videofilm ansehen, einen Brief mit der Hand schreiben, herrliche Musik hören, einen Saunabesuch einlegen, der unserem Wunsch nach Wärme nachkommt, mit Freunden reden, spielen oder nur still zusammensitzen. Keine Sorge, Sie verpassen nichts, wenn Sie einmal keine Zeitung lesen und den Abend nicht vor dem Fernseher verbringen. Und noch ein Tipp: Auch Telefone, Faxgeräte, Handys und Computer verfügen über eine „AUS“-Taste!

Kristallsalz im Winter

Wenn Schneemassen oder Glatteis die Straßen unpassierbar machen, streuen blinkende Ungetüme tonnenweise Salz aus. Denn Salz verflüssigt gefrorenes Wasser auch bei strengsten Minustemperaturen. Salz bringt wieder Fluss in erstarrte Strukturen. So lebensnotwendig Wasser für unseren Körper ist, genauso wichtig ist auch Salz. Ohne Salz funktionieren die wichtigen elektrischen Impulse unserer unzähligen Nervenfasern nicht, da Salz für die Leitfähigkeit in unserem Körper verantwortlich ist. Jede einzelne Zelle, jedes Organ braucht die Mineralstoffe und Spurenelemente des reinen Salzes in seiner ursprünglichen Form, um optimal arbeiten zu können. Deswegen ist es besonders im Winter wichtig, den Körper mit genügend reinem, natürlichen Salz zu versorgen, damit er trotz der widrigen Umweltbedingungen gut funktionieren kann.

Wie Sie mit Kristallsalz fit durch den Winter kommen, lesen Sie in Folge 2