Gesund durch die kalte Jahreszeit, Teil 2

Allerdings sollten Sie sich nicht überanstrengen. Das Ergebnis einer Studie englischer Sportmediziner zeigt, dass starke Anstrengung die Produktion von Immunzellen senkt. In Labortests wurde festgestellt, dass auch noch zwei Stunden nach intensivem Sport die Abwehr deutlich geschwächt war. Und die Kombination von Schwitzen und Kälte birgt eine weitere Gefahr für Infektionen. Gehen Sie es also in Ruhe an, dreißig Minuten täglich strammes Spazierengehen reicht aus, um Ihr Immunsystem zu stabilisieren und die Abwehr um zirka 50 Prozent zu stärken. Ein weiterer Vorteil der Bewegung im Freien: Durch das Tageslicht, das auch unter Wolken immer noch heller ist als künstliche Lichtquellen, unterstützt die lebenswichtige Bildung von Vitamin D und fördert die Ausschüttung von Serotonin, ein Hormon, das uns glücklich macht und Depressionen vertreibt..

Wassertrinken

Eine aktuelle Ernährungsstudie der Cornell-Universität hat eindeutig bewiesen, dass im Herbst der Körper einen signifikant höheren Flüssigkeitsbedarf hat als im Sommer. Die Forscher erklären dies mit der wesentlich stärkeren Austrocknung des Körpers durch Heizungsluft und den ständigen Aufenthalt in geschlossenen Räumen. Beste Gegenstrategie: Viel stilles Wasser trinken, auch wenn Sie keinen Durst verspüren. Das erste Glas Wasser möglichst gleich nach dem Aufstehen trinken und dann über den Tag verteilt zirka zwei Liter, je nach Körpergewicht. Als Faustregel gilt: 30 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Wiegen Sie 60 Kilogramm sind das 1,8 Liter Wasser. Fällt Ihnen in der kalten Jahreszeit das Wassertrinken schwer, versuchen Sie doch mit heißen Kräutertees Ihr Flüssigkeitssoll zu erfüllen. Auch einfach erhitztes Wasser mit einer Scheibe Ingwer, wie es die Inder praktizieren, wärmt von Innen und schützt den Körper vor dem Austrocknen. Na dann Prost!

Schleimhaut-Hygiene

Schleimhäute sind die Eintrittspforten für Krankheitserreger. Deshalb sollten Sie besonders großen Wert auf ihren intakten Zustand legen. Wenn die Schleimhäute durch die Heizungsluft trocken werden, können sie Ihre Abwehrfunktion nicht mehr erfüllen und bieten dann sogar einen idealen Nährboden für das Wachstum von Viren und Bakterien.

Das Spülen mit Solelösung kann dieses Austrocknen verhindern, denn Salz bindet Wasser und hält so die Schleimhäute feucht. Alles was Sie dazu brauchen ist etwas gemahlenes Kristallsalz und lauwarmes Wasser. Gurgeln Sie morgens, mittags und abends mit einer ein- bis dreiprozentigen Solelösung.

1 %ig = 1 g auf 100ml

3%ig = 3 g auf 100ml

Für die Nasenspülung benötigen Sie eine Nasendusche, am besten aus Glas, die Sie in der Apotheke erhalten. Stellen Sie eine 1%ige Solelösung aus 2 g Salz (mit Dosierlöffel abmessen) und 200ml lauwarmen Wasser her und spülen Sie jedes Nasenloch mindestens zweimal täglich. Wenn Sie tagsüber keine Möglichkeit dazu haben, füllen Sie sich etwas 1%ige Solelösung in ein gläsernes Pipettenfläschchen (gibt es in der Apotheke) und träufeln Sie sich tagsüber immer wieder ein bis zwei Tropfen in die Nase.

Ernährung

Können Äpfel, Zwiebeln, Zitronen, Hülsenfrüchte oder Kohl tatsächlich Erkältungskrankheiten verhindern? Ja, sie können! Dies wurde jetzt von Forschern der Universität Baltimore wissenschaftlich bestätigt, die viele Lebensmittel auf ihre Wirkung hin untersucht haben. So haben sie zum Beispiel entdeckt, dass eine erhöhte Zink-Zufuhr aus Hülsenfrüchten, Geflügelfleisch oder Kartoffeln das Risiko einer Atemwegsinfektion um bis zu 45 Prozent senkt. Zusammen mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln wie Kohl, Kiwi oder Paprika reduziert sich das Erkältungsrisiko um weitere 30 Prozent.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, haben Sie eine gute Chance, die kalte Jahreszeit ohne Erkältungskrankheiten zu überstehen.