Magnesium senkt das Schlaganfall-Risiko

Dieser Frage gingen Wissenschaftler des Karolinska Institutes in Stockholm in einer aktuellen Meta-Analyse auf den Grund, die in der renommierten Fachzeitschrift “American Journal of Clinical Nutrition” jetzt veröffentlicht wurde.

Meta-Analyse bedeutet, dass bereits bestehende Studien analysiert und verglichen werden, um so bei der Fülle der Veröffentlichungen und Forschungsergebnissen zu einer einheitlich Aussage zu kommen. Hierzu analysierten die Schwedischen Wissenschaftler sieben Studien der letzten 46 Jahre mit 6477 Fällen von Schlaganfällen und über 200.000 Teilnehmern und stellten einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Magnesium-Aufnahme und dem Schlaganfall-Risiko fest. Das Ergebnis: Eine regelmäßige Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium senkt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden deutlich.

Die Analyse der Daten zeigte, das eine 100 Milligramm höhere tägliche Magnesium-Zufuhr das Schlaganfall-Risiko bereits um acht Prozent vermindert. Besonders der ischämische Schlaganfall, der durch eine verminderte Durchblutung des Gehirns verursacht wird, tritt bei einer regelmäßigen Magnesium-Zufuhr signifikant seltener auf.

Die Schwedischen Wissenschaftler raten zu einer ausgewogenen Ernährung mit vor allem magnesiumreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen. Industriell verarbeitete Lebensmittel wie Weißmehlprodukte, zu süße oder zu fette Speisen oder das stark verbreitete Junkfood enthalten nicht mehr genügend Magnesium, um den täglich notwendigen Bedarf von 400 Milligramm über die Nahrung aufzunehmen. Zudem entziehen Alkohol aber auch Sport, durch erhöhte Muskelakitvität und vermehrtes Schwitzen dem Körper Magnesium.

Um den Magnesium-Mangel auszugleichen und daher auch dem Schlaganfall-Risiko entgegen zu wirken, empfiehlt sich eine tägliche Magnesium-Zufuhr über die Haut, da der Körper das Magnesium in Form eines Sprays sehr viel besser aufnehmen und verarbeiten kann als in Tablettenform über den Magen.

Zusätzlich sollten alle weiteren Möglichkeiten genutzt werden, das Risiko eines Schlaganfalles zu reduzieren: viel Bewegung, Verzicht auf das Rauchen und die regelmäßige Kontrolle des Blutdruckes und der Blutzuckerwerte.