Neurodermitis-Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 2

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Ernährung
Grundsätzlich sollten Neurodermitis-Patienten großen Wert auf die Qualität der konsumierten Lebensmittel legen. Obst, Gemüse und Salate sollten aus biologischem Anbau stammen, Fertigprodukte und raffinierte Produkte möglichst ganz gemieden werden. Allgemein günstig wirkt sich eine basische Ernährungsform aus, denn die Übersäuerung ist die Ursache für viele Fehlfunktionen des Körpers. In manchen Fällen wird rohe Kost, zum Beispiel Tomaten oder Äpfel nicht vertragen. In diesem Fall kann durch leichtes Dünsten eine Veränderung des Allergens und damit eine Verträglichkeit erreicht werden. Auch exotische Speisen sind für Neurodermitis-Geplagte problematisch, weil sich der Organismus mit jedem zusätzlichen unbekannten Stoff auseinandersetzen muss und unnötig das Immunsystem belastet. Heimischen Lebensmitteln sollte in jedem Fall der Vorzug gegeben werden. Nahrungsmittel, auf die eine akute Allergie besteht, wie etwa Nüsse, Zitrusfrüchte, Eier oder Erdbeeren, müssen selbstverständlich vollkommen gemieden werden. Verzichtet werden sollte auch auf so genanntes Fastfood und alle mit chemischen Stoffen, wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe u.s.w. behandelten Nahrungsmitteln.

Trinken
Täglich stilles Wasser trinken schützt nicht nur vor dem Risiko, an einer Allergie zu erkranken, sondern trägt auch maßgeblich zu deren Heilung bei. Die Erklärung dafür ist sehr einfach: Bei chronischer Wasserknappheit im Körper steigt der Spiegel des Entzündungshormons Histamin an. Histamin löst nämlich nicht nur Allergien aus, sondern ist auch dafür zuständig, das Wasser im Körper zu rationieren und den Organen je nach Wichtigkeit zuzuteilen. Erwachsene sollten zwei bis drei Liter pro Tag trinken, Kinder entsprechend ihres Gewichtes weniger (30ml Wasser pro kg Körpergewicht). Günstig auf den Heilungsprozess hat sich auch das Durchführen einer Kristallsalz-Soletrinkkur ausgewirkt. Erwachsene nehmen einen halben bis einen Teelöffel konzentrierte Sole auf ein großes Glas Wasser, bei Kindern und Säuglingen reicht ein Tropfen in Wasser verdünnt. Zu Beginn der Soletrinkkur kann es zu einer Erstverschlechterung der Haut kommen. Auch Durchfälle sind keine Seltenheit. Keine Sorge! Diese Nebenerscheinungen klingen rasch wieder ab. Durchfälle sind durchaus positiv zu bewerten, da sich dadurch der Darm von Fäulnis- und Gärungsprodukten befreit.

Die Rotationsdiät
Diese Ernährungsform ist eine gute Möglichkeit, die Entstehung von Allergien zu verhindern oder bereits unterschwellig vorhandene Allergien auf Lebensmittel nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. So einfach wie der Gedanke dahinter, so durchschlagend ist in den meisten Fällen auch der Erfolg. Bei der Rotationsdiät darf ein und dasselbe Nahrungsmittel nur jeden vierten Tag gegessen werden. Das heißt, wenn am Montag Roggen auf dem Speiseplan steht, muss er bis zum Freitag gemieden werden. Das Erfolgsrezept dieser Karenz liegt in der Verweilzeit des Nahrungsmittels im Körper: Man geht davon aus, dass der Körper von der Aufnahme bis zur völligen Ausscheidung eines Nahrungsmittels ungefähr vier Tage benötigt. So ist es möglich, eine Toleranz für problematische Lebensmittel zu erreichen. Durch den viertägigen Rotationszyklus wird also verhindert, dass sich ein bestimmtes Nahrungsallergen im Verdauungstrakt anreichert. Die Rotationsdiät scheint zu Beginn etwas kompliziert und zeitaufwendig. Wer sich mit der Methode allerdings eingehender befasst und etwas Geduld mitbringt, wird dafür sicherlich belohnt werden.

Säuglingsernährung
Besteht bei einem Neugeborenen eine erbliche Allergie-Veranlagung, sollte der Säugling wenigstens die ersten sechs Monate ausschließlich gestillt werden. Bei berufstätigen Müttern empfiehlt es sich, die Milch abzupumpen und gegebenenfalls einzufrieren, um nicht auf andere Nahrung umsteigen zu müssen. Bei einer Säuglingsallergie kommt als Auslöser fast immer nur Kuhmilch in Frage. Vor dem sechsten Lebensmonat sollte daher auf herkömmliche Flaschen- und Breinahrung gänzlich verzichtet werden. Danach kann mit dem Zufüttern von Breien, Obst und Gemüse begonnen werden, bei bekannter Kuhmilch- oder Weizenallergie selbstverständlich ohne diese Bestandteile (Produkte siehe Kasten). Füttern Sie Ihr Baby zuerst nur mit gekochtem Obst und Gemüse, und ergänzen Sie die Ernährung immer nur um ein weiteres Nahrungsmittel, um eventuelle allergische Reaktionen zuordnen zu können. Lebensmittel mit bekannt hohem allergischen Potential wie Kuhmilch, Weizen, Hühnerei, Zitrusfrüchte, Kiwi, Fisch, Tomaten, Nüsse, Schokolade und Erbsen sollten im ersten Lebensjahr ganz gemieden werden.

Flaschennahrung
Sollten Sie Ihr Baby nicht oder nicht lange genug stillen können empfiehlt sich zur Vorbeugung gegen eine Allergie die so genannte HL-Nahrung, die hypoallergene Kost. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es sich lediglich um veränderte Eiweißmoleküle der Kuhmilch handelt, die Basis ist und bleibt Kuhmilch. Bei bekannter Kuhmilchallergie dürfen sie deshalb nicht verfüttert werden, stattdessen werden als Flachennahrung Produkte auf Sojabasis empfohlen. Bekommen Kinder diese mehrmals täglich, besteht jedoch die Gefahr, dass sie auch auf Soja eine Allergie entwickeln können. Dies betrifft allerdings nur Präparate mit intakter, das heißt unbehandelter Sojamilch. Wird Sojamilch hydrolisiert, das heißt die Eiweißketten in kleine Teile aufgespaltet, verliert es sein allergisches Potential. Diese künstliche Nahrung sollte den Notfällen vorbehalten bleiben, denn mit „lebendiger“ Ernährung hat dies freilich nichts mehr zu tun. Als Alternative kommen auch Ziegenmilch (auch tief gefroren erhältlich), Schafsmilch oder Stutenmilch in Betracht. Die einzige wirklich richtige Ernährung ist und bleibt aber die Muttermilch und Sie sollten alles daran setzen, Ihr Kind die ersten Monate ausschließlich damit zu füttern.

Kuhmilch- und weizenfreie Flaschennahrung
• Milupa Pregomin (hydrolisiertes Sojabasis)
Milupa AS (reine Aminosauren)
• Lactopriv Töpfer (Sojabasis)
• Humana SL (Sojabasis)

Kuhmilch- und weizenfreie Breie (ab dem sechsten Monat)
• Milupa Ipf-Brei
• Sinlac-Brei (Nestle)
• Lactopriv Apfelbrei (Töpfer)