Salz auf unserer Haut, 1. Teil

Was unsere Haut belastet
Trockene Heizungsluft und klirrende Kälte haben die Haut in den kalten Wintermonaten stark strapaziert. Dick verpackt in Pulli, Schal und Mantel hat kein Sonnenstrahl die Haut verwöhnt. Wer kennt sie nicht, die Probleme mit Schuppen, Fältchen kleinen Ekzemen oder Unreinheiten.
Auch unser hektischer ungesunder Lebensstil greift unsere Schutzhülle an: Äußere Einflüsse und Umweltgifte jeglicher Art die wir in Kleidung, Kosmetika, Waschmitteln, Nahrung, Genussmitteln, Möbeln, Elektrogeräten oder verschmutzter Luft vorfinden, überfordern unsere Ausscheidungssysteme. Die Folge: Unser Organismus muss das gesundheitsbedrohliche Übermaß an giftigen Stoffen neutralisieren und so weit wie möglich von lebenswichtigen Organen entfernt – im Bindegewebe und in Fettzellen – ablagern. Von außen betrachtet sieht man diese „Mülldeponien“ vor allem bei Frauen sehr deutlich: die gefürchtete Cellulite. Aber auch andere Hautprobleme deuten auf Verschlackung oder Übersäuerung hin. Da die Haut neben Niere und Lunge das wichtigste Ausscheidungsorgan ist, weisen Entzündungen, Ekzeme, übermäßige Talgproduktion und Pilzbefall, Hornhautwucherungen oder starke Schweißbildung darauf hin, dass die Haut mit der Entsorgung der Säureflut völlig überfordert ist.

Säureschutzmantel, ein Irrtum
So kommt es, dass unsere Oberhaut schließlich buchstäblich sauer wird. Der so genannte „Säureschutzmantel“ der Haut basiert nämlich auf einem folgenschweren Missverständnis. Nur weil bei Erwachsenen in einigen Studien ein saurer pH-Wert auf der Hautoberfläche gemessen wurde – eine natürliche Folge von zu vielen Säuren im Organismus, die über die Haut ausgeschieden werden – kam die falsche Theorie vom Säureschutz auf. Unzählige Kosmetik- und Pflegeprodukthersteller beeilten sich daraufhin, angeblich hautgesunde Artikel mit dem durchschnittlich gemessenen Säuregrad von 5,5 herzustellen. Gesunde Haut hat einen neutralen pH-Wert zwischen 7 und 8 und daher sollten auch unsere Pflegeprodukte und Kosmetika in diesem Bereich liegen.
Babys haben eine deutlich basische Hautoberfläche zwischen pH 7,5 und 8,5 (das entspricht dem Fruchtwasser und dem Urmeer und der Sole) so lange sie mit ebenfalls basischer Muttermilch und ausschließlich biologischem Obst und Gemüse genährt werden. Erst beim Zufüttern von Industriekost und Anwendung von saurer Körperpflege sinkt der pH-Wert der Babyhaut langsam ab.
In basischem Milieu können sich die meisten für uns gefährlichen Krankheitserreger nicht vermehren und sterben schnell ab. In saurer Umgebung jedoch gedeihen und wuchern schädliche Pilze, Bakterien und Viren.

Wer seinen Körper mit zu viel Säuren überlastet, zwingt ihn nicht nur zum Deponieren von Giftstoffen, sondern riskiert auch, dass wichtige körpereigene Mineralstoffdepots zur Neutralisierung angegriffen werden. Mineralien werden zunächst aus den am wenigsten fürs Überleben wichtigen Körperregionen entnommen: aus dem Bindegewebe, der Haut, später den Zähnen, den Knochen. An der Haut zeigt sich schleichende Entmineralisierung der Zellen und Übersäuerung des Gewebes also zuerst. Die Symptome sind frühzeitige Faltenbildung, Trockenheit, Neigung zu Allergien, Pickeln, Ekzemen, Cellulite, Pilzbefall und bei Männern verfrühter Haarverlust.

Frühjahrskur von Kopf bis Fuß
Mit Kristallsalz kann man seiner Haut helfen, wieder neue Mineralien zu tanken und schädliche Säuren und Schlackenstoffe schneller auszuscheiden. Jeder kennt diese wohltuend entschlackende und heilsame Wirkung vom Schwimmen im Meer. Aber auch zu Hause können Sie mit Hilfe von Kristallsalz und Wasser Ihre Haut gesund, straff und sommerschön machen. Besonders effektiv ist es, wenn Sie die äußerlichen Behandlungen durch eine innerliche Aufbau- und Entschlackungskur unterstützen:

-    Meiden Sie möglichst Säurebilder, wie Fleisch, Fisch, Wurst, Milchprodukte, Frittiertes, Weißmehlerzeugnisse, Zucker und Süßigkeiten, kohlensäurehaltige Getränke, Fruchtnektare, Alkohol, Kaffee, Schwarztee und Nikotin.

-    Greifen Sie herzhaft zu bei basenbildenden Nahrungsmitteln wie Kartoffeln, Salaten, Gemüse und Obst, Kräutern, Sprossen, Sojaprodukten, Algen, Getreide wie Amaranth, Quinoa und Dinkel, wenig anderes Vollkorn (Nudeln, Reis, Müsli, Brot), pflanzlichen, naturbelassenen Ölen, Kräutertees, verdünnten Frischpresssäften und mineralarmen, stillen Wasser (zwei bis drei Liter pro Tag trinken!)

-    Bewegen Sie sich jeden Tag mindestens 30 Minuten im Freien. Eine morgendliche Jogging-Runde, ein schneller Spaziergang am Abend, Radfahren, Tennisspielen, Skaten Schwimmen oder Gartenarbeit kurbeln die Giftstoffausscheidung an. Wichtig ist, dass Sie dabei niemals aus der Puste kommen. Bei Überanstrengung verkehrt sich die entschlackende Wirkung ins Gegenteil: Sie werden sauer.

-    Reduzieren Sie Stress und Reizüberflutung. Gönnen Sie sich täglich alle zwei bis vier Stunden regelmäßige 10 bis 20minütige Ruhepausen.
-    Füllen Sie Ihre Mineralstoffdepots auf!. Nehmen Sie hierzu morgens einen Teelöffel Sole. Zusätzlich hat sich eine Kur mit Algenpresslingen als einer der besten, natürlichen Mineralstofflieferanten (z.B. die Afa-Alge, Bioreurella, Spirulina) bewährt.

-    Zur Körperpflege möglichst basische Produkte und Kristallsalz verwenden. Wer sicher gehen will, kann die Töpfchen, Tuben und Flaschen, die im Badezimmer herumstehen, mit PH-Wert-Messstreifen (erhältlich in der Apotheke, normalerweise zur Messung des Urin-pH-Werts) austesten