Studie belegt: Magnesium kann vor plötzlichem Herztod schützen

Forscher des Brigham and Women’s Hospital und der Harvard Medical School in Boston untersuchten, ob ein Zusammenhang zwischen plötzlichem Herztod und dem Magnesiumgehalt im Blutplasma besteht. Dazu werteten Dr.Stephanie Chiuve und ihre Kollegen die Daten von 88.375 Teilnehmerinnen der Nurses’ Health Study aus. Diese geben Auskunft über Nährstoffaufnahme, Lebensstil und Gesundheitszustand der Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von 26 Jahren. In dieser Zeit hatten sich 505 Todesfälle aufgrund plötzlicher Rhythmusstörungen ereignet. Von 99 verstorbenen Studienteilnehmerinnen sowie von 291 gesunden Kontrollpersonen lagen Daten zum Magnesium-Gehalt im Blutplasma vor.

Je mehr Magnesium, desto besser fürs Herz

Das Ergebnis der Auswertung: Probanden mit der höchsten Magnesiumaufnahme wiesen im Vergleich zu Probanden mit der geringsten Magnesiumaufnahme ein um 34 % geringeres Risiko für einen plötzlichen Herztod auf. Das Herztodrisiko sinkt in dem Maße, wie die Magnesiumkonzentration steigt. Bei jeder Erhöhung um 0,25 mg pro Deziliter Blutplasma verringert sich das Risiko eines plötzlichen Herztodes um 41 %.

Schon in der Vergangenheit hatten epidemiologische und klinische Studien auf einen Zusammenhang zwischen der Magnesiumaufnahme und dem Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen hingewiesen. Die jetzt veröffentlichte Studie hat den Zusammenhang  mit umfangreichen Daten belegt.

Magnesium bremst den erhöhten Herzschlag

Über welche Mechanismen Magnesium das Herz genau schützt, ist noch nicht im Detail geklärt. Die Vorgänge sind äußerst komplex. Denn es gibt kaum eine Zellfunktion, die nicht auf irgendeine Weise von Magnesium beeinflusst wird. So aktiviert der Mineralstoff beispielsweise zahlreiche Enzyme und beeinflusst Abläufe an den Zellmembranen. An den Zellen des Herzmuskels erhöht Magnesium die Erregungsschwelle, d.h. die Zelle reagiert weniger leicht auf elektrische Reize, die zu einer Muskelkontraktion und damit zum Herzschlag führen. Zudem löst Magnesium Verkrampfungen der Herzkranzgefäße und senkt den Blutdruck.

Zum Schutz des Herzens mehr Magnesium aufnehmen

Wie die Studie von Dr. Chiuve zeigt, kann eine gute Versorgung mit Magnesium vor dem plötzlichen Herztod schützen. Die Wissenschaftler aus Boston betonen: Man könnte die Häufigkeit von plötzlichem Herztod senken, indem man die Magnesiumzufuhr erhöht. Viele Menschen hierzulande sind nicht optimal mit Magnesium versorgt. 300 bis 400mg ist die empfohlene tägliche Dosis. Da diese Menge in der Regel nicht durch die tägliche Nahrung aufgenommen werden kann, ist es unbedingt zu empfehlen, dem Körper durch das entsprechende Präparat Magnesium täglich zu zuführen.