Vorsicht vor Plastikverpackungen!

Gerade in letzter Zeit zeigen verschiedene Studien besorgniserregende Ergebnisse: Das Plastik gibt einen hormonähnlichen Stoff, BPA (Bisphenol A, ein sogenannter endokriner Disruptor) in das Wasser, beziehungsweise das Nahrungsmittel ab. BPA kann in vielen Gegenständen aus Plastik enthalten sein, z. B. in Plastikgeschirr, Kunststoffbechern, Babyschnullern, Babyfläschchen, Plastikspielzeug, Lebensmittelverpackungen und in der Innenbeschichtung von Getränke- und Konservendosen.

Das ZDF zeigte in der Sendung “ZDFzoom: Eingeschweißt und abgepackt – Wie sicher ist unser Essen?” in einem interessanten Experiment, welchen Einfluss Plastikverpackungen schon innerhalb einer Woche auf den menschlichen Körper haben können.

Zahlreiche Studien beweisen wie gefährlich BPA ist

Die von diversen Verbraucherschutz-Verbänden zitierten wissenschaftlichen Studien weisen nach, dass BPA ein hochgiftiger Stoff mit hormonähnlicher Wirkung ist, der das empfindliche hormonelle Gleichgewicht des Menschen stören und daher unter anderem zu Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsfähigkeit führen kann. Die sogenannte Lang-Studie , von Iain Lang und Kollegen durchgeführt und im Journal of the American Medical Association veröffentlicht, fand bei 1.500 Testpersonen heraus, dass BPA außerdem die Entstehung von Herzkreislauferkrankungen, Leberproblemen und Diabetes fördern kann. Besonders wenn Kinder in Kontakt mit dem Gift kommen, könne das in den frühen Entwicklungsphasen eine ordnungsgemäße Ausbildung der Organe und Drüsen behindern und die sexuelle Entwicklung hemmen. BPA schadet der Gesundheit in einem bisher unbekannten Ausmaß.

Eine im Jahr 2009 durchgeführte Studie der Harvard Universität kam sogar zu dem Ergebnis, dass Menschen, die nur für eine Woche lang aus Polycarbonat-Flaschen tranken, plötzlich einen Anstieg des BPA-Gehalts in ihrem Urin von über 65 Prozent aufwiesen. Diese Studie, die in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlicht wurde, bewies, dass das BPA aus der Verpackung ziemlich schnell in die Nahrung und die Getränke eindringen kann.

Was kann man tun?

Viele Herstellerfirmen haben bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen und steigen auf BPA-freie Kunststoffe um. Dabei handelt es sich insbesondere um solche Unternehmen, die Produkte für Babys und Kleinkinder herstellen. Kanada, Dänemark, Frankreich und einige US-Bundesstaaten haben BPA inzwischen als Zusatzstoff in der Herstellung von Kinderprodukten gesetzlich verboten.

Am besten, Sie meiden Plastikverpackungen!

Achten Sie auch darauf, dass das Plastik nicht der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, denn besonders wenn die entsprechende Verpackung erhitzt wird, löst sich das BPA aus dem Kunststoff und geht in den Packungsinhalt über. Das ist z. B. dann der Fall, wenn man im Sommer Wasser oder andere Getränke in einer Plastikflasche im Auto liegen läßt.