Fit durch den Winter, Teil 3

Bei ersten Erkältungsanzeichen

  • Für Ruhe und Entspannung sorgen.
  • Wenn möglich, gleich ein Salzbad nehmen und anschließend im warmen Bett ausruhen.
  • Heißen Lindenblütentee oder Salbeitee trinken und schwitzen.
  • Mit verdünnter Sole stündlich gurgeln und den Mund kräftig spülen.
  • Nasenspülung mit einprozentiger Sole machen (2 Gramm Kristallsalz auf 200 ml Wasser).

Wenn die Erkältung ausgebrochen ist
Alle oben genannten Therapien helfen auch bei manifestierten Infektionen. Zusätzlich können Sie einen Einlauf mit 2 Liter warmem Wasser machen. Lösen Sie darin 2 Esslöffel  Kristallsalz , um unser wichtigstes Abwehrorgan, den Darm, bei seiner Entgiftungsarbeit zu unterstützen.

Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen
Machen Sie alle zwei bis drei Stunden Nasenspülungenmit einer einprozentigen Solelösung (2 Gramm Kristallsalz auf 200 ml warmes Wasser oder 2 Teelöffel konzentrierte Sole auf 200 ml warmes Wasser). Dazwischen können Sie die Nasenschleimhäute auch mit der so verdünnten Sole benetzen.
Tipp: Füllen Sie die verdünnte Sole in ein gläsernes Pipettenfläschchen (gibt’s in der Apotheke) für unterwegs. Bei Bedarf ein bis zwei Tropfen in die Nase träufeln.

Halsschmerzen, Heiserkeit, Mandelentzündung
Gurgeln Sie stündlich mit warmer, verdünnter Sole. Machen Sie feuchtwarme Halswickel mit in Salzwasser (ca. 2 Teelöffel Kristallsalz auf 1/4 Liter Wasser) getränkten Tüchern. Einen weichen Wollschal locker darüber binden.

Husten, Bronchitis
Geben Sie 1  Liter kochendes Wasser in eine Schüssel und lösen Sie darin 10 bis 20 GrammKristallsalz. Beugen Sie sich darüber – über dem Kopf ein großes Handtuch – und atmen Sie nun die Dämpfe tief ein. Warme Brustwickel mit in verdünnter Sole getränkten Tüchern oder ein Salzhemd lindern den Hustenreiz. Sie können auch ein Leinensäckchenmit Kristallsalz im Ofen auf ca. 50 Grad erwärmen und auf Brust oder Rücken legen.
Wichtig: Viel Wasser trinken, um den Schleim zu verflüssigen!

Ohrenschmerzen
Verrühren Sie eine Prise Salz mit einem Teelöffel warmem Olivenöl. Tränken Sie nun ein Wattebäuschchen damit und geben Sie dies vorsichtig ins Ohr. Achtung: Nicht hineinstecken, sondern nur sanft auf den äußeren Gehörgang drücken. Ein auf 50 Grad erwärmtes  Leinensäckchen  mit Kristallsalz auf das betroffene Ohr gelegt, lindert ebenfalls die Schmerzen und beschleunigt die Heilung.

Leichtes Fieber
Ein 37 Grad warmes Kristallsalzbad (1 bis 2 Kilo Salz pro Wanne) helfen dem Körper zu entschlacken und die Infektion abzuwehren. Anschließend ins warme Bett, einen heißen Tee trinken und nachschwitzen.

Hohes Fieber
Körperwarme oder kühle Salzfußbäder (1/2 Säckchen Salz = ca. 500 g auf 5 Liter Wasser) senken die Temperatur, beschleunigen den Giftstoffabbau und unterstützen die Infektabwehr. Nachts helfen Salzsocken. Dazu Baumwollsocken in konzentrierter Salzlösung tränken, auswinden, feucht anziehen und mit einem trockenen Handtuch umwickeln. Kalte Wadenwickel mit in Sole getränkten Handtüchern wirken stärker ale herkömmliche Wadenwickel.

Sollten sich die Symptome verschlimmern, suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf!

Fit durch den Winter, Teil 2

Sole – flüssiges Sonnenlicht
Nichts fehlt uns mehr in grauen, trüben Wintertagen als wärmende, energiespendende Sonnenstrahlen. Unbewusst wissen wir das, denn wir sehnen uns nach warmer Meeresbrandung, einem Strandurlaub unter Palmen immer dann, wenn unsere Energiereserven erschöpft sind. Einige verbringen deswegen Weihnachten oder den ganzen langen Winter irgendwo im warmen Süden.
Aber nur wenige haben echte Zugvogelmentalität, und die meisten von uns können sich eine drei- bis fünfmonatige Auszeit einfach nicht leisten. Erschwingliche Kurztrips an sonnenwarme Strände über Weihnachten und Neujahr sind wenig empfehlenswert, da sie den Rhythmus des Organismus meist überfordern und durcheinander bringen.
Die Kraft des Lichts können wir uns aber in dunklen Zeiten durch Kristallsalzsole zuführen. Wir holen uns so Sonnenenergie in unseren Körper und füllen somit unseren Energiespeicher wieder auf.  Auch die trockene Heizungsluft kann man in wohltuendes Meeresklima verwandeln: Ein Kristallsalz-Ionisator reichert die staubige Luft mit Urmeerwassertröpfchen an und schafft Ihnen ein Raumklima ähnlich wie am Meer.

Fit mit Kristallsalz
Vorbeugen ist besser als Heilen
Trinken Sie jeden Morgen auf nüchternen Magen einen Teelöffel Sole, hergestellt aus den Kristallsalzbrocken, gelöst in einem Glas mit gutem Quellwasser.
Trinken Sie auch im Winter mindesens zwei Liter lebendiges, mineralarmes Quellwasser ohne Kohlensäure, um die anfallenden Schlackenstoffe gut ausscheiden zu können.
Spülen Sie morgens und abends eine Minute lang Ihren Mund nach dem Zähneputzen mit Sole. Testen Sie selbst, welche Konzentration Ihnen am besten bekommt. Beginnen Sie mit einer Teelöffelspitze Kristallsalz bzw. einem Teelöffel konzentrierter Sole auf 100 ml warmes Wasser und erhöhen Sie die Dosis nach Gefühl.

Nasenspülung
Machen Sie täglich eine Nasenspülung. Besorgen Sie sich dazu eine gläserne Nasendusche. Geben Sie hierzu zwei Gramm (ca. zwei Messerspitzen)Kristallsalz oder zwei Teelöffel konzentrierte Sole auf 200 ml warmes Wasser.

Salzpeeling
Gönnen Sie sich ein- bis zweimal pro Woche ein Salzpeeling unter der Dusche. Nehmen Sie dazu etwas feines Kristallsalz, rubbeln Sie damit nach gründlicher Vorreinigung mit reichlich warmem Wasser Ihren feuchten Körper ein paar Minuten ganz sanft ab. Das Salz nur ganz kurz abduschen, dann trockentupfen und im vorgewärmten Schlafanzug oder Nachthemd ins Bett gehen.
Grobes Kristallsalz vermischt mit hochwertigem, naturreinen Körperöl verwöhnt Ihre Haut doppelt: Tragen Sie das Öl-Salz-Peeling großzügig auf den ganzen Körper auf, wickeln Sie sich in ein Leintuch und ruhen Sie warm zugedeckt mindestens 30 Minuten. Anschließend lauwarm abduschen und trockentupfen. Ihre Haut fühlt sich superweich und samtig an.

Kristallsalzbad
Genießen Sie am Wochenende ein ausgiebiges Kristallsalzbad. Lösen Sie ein bis zwei Kilo Kristallsalz in der wenig gefüllten Badewanne gänzlich auf (dies dauert ca. eine halbe Stunde). Dann weiter 37 Grad warmes Wasser zufließen lassen und mindestens dreißig Minuten darin schweben. Kerzenlicht und harmonische Musik erleichtern die Entspannung. Anschließend nur trockentupfen und schnell ins warme Bett gehen.

Wie Ihen Kristallsalz bei Erkältungen helfen kann, erfahren Sie in Teil 3.

 

 

Neurodermitis–Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 1

Der kleine Markus weint jede Nacht. Seine Eltern sind am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Die Haut des sechs Monate alten Säuglings ist übersät mit blutigen, nässenden Wunden und Kratzspuren.  Bei kaum einer Erkrankung ist der Leidendruck so groß wie bei Neurodermitis. Der quälende Juckreiz treibt die Patienten an den Rand des Wahnsinns. Bis zu 20 Prozent der Kinder leiden unter dieser entzündlich-allergischen Hauterkrankung und immer häufiger trifft es auch Erwachsene. Gerade im Winter verzeichnen Hautärzte einen rapiden Anstieg von Neurodermitis geplagten Patienten in ihren Praxen, denn trockene Heizungsluft, Kälte und Wintersmog strapaziert die Haut zusätzlich.

Ursachen der Allergieentstehung
Fest steht, dass es für die Allergieentstehung eine erblichen Veranlagung gibt, daneben wird aber die Summe der Störfaktoren dafür verantwortlich gemacht, mit denen unser Körper offensichtlich nicht mehr fertig wird – Umweltverschmutzung, übertriebene Hygiene bei Kleinkindern und immer mehr Zusatzstoffe in unseren Speisen. Allen Fällen von allergischen Erkrankungen liegen Störungen des Immunsystems zu Grunde.

Umweltfaktoren
Lange von Wissenschaftlern bestritten, kann heute die Umweltverschmutzung als einer der Gründe für die vermehrte Allergieentstehung nicht mehr wegdiskutiert werden. Besonders die Auswirkung von Nikotin ist gut untersucht. Studien belegen eindeutig, dass Kinder von rauchenden Eltern ein höheres Allergierisiko haben als jene von Nichtrauchern. Erhöhte radioaktive Strahlung, Strahlensmog durch Mobiltelefone, Radio und Fernsehen und die vermehrte Nutzung der Computertechnologie müssen über eine Schädigung des Immunsystems ebenfalls als Auslöser von Allergie in Betracht gezogen werden.
Eine unbestrittene Ursache bei der Entstehung von Allergien ist aber auch der gestiegene Stressfaktor vieler Menschen. Jede seelische Belastung, sei es Streit mit dem Partner, Arbeitslosigkeit, eine Trennung aber auch die Geburt eines Geschwisterchens können bei bestehender erblicher Veranlagung die Krankheit auslösen oder einen Schub verursachen.

Allergie auslösende Stoffe
Generell kann der Körper auf fast jede Substanz eine Allergie entwickeln. Bei der Neurodermitis spielen insbesondere Lebensmittel, Lebensmittelzusatzstoffe, Tierhaare, Hausstaubmilben und nicht zuletzt Darmpilze eine Rolle. Die wichtigsten Allergieauslöser sind jedoch Lebensmittel, die wir hier etwas näher betrachten wollen. Wir folgen der Einteilung zwischen zentralen und akuten Lebensmittelallergenen, die von Doktor Peter Schumacher, Kinderarzt in Innsbruck vorgenommen wurde, der sein Leben der Bekämpfung der kindlichen Neurodermitis verschrieben hat und mit großem Erfolg seine kleinen Patienten von ihren Leiden heilen konnte.

Zentrale Allergene
Demnach zählen zu den zentralen Allergenen Kuhmilch und Weizen, seltener Hühnerei. Es sind also gerade unsere Hauptnahrungsmittel, die als wichtigste Auslöser von Allergien gelten. Diese Tatsache ist besonders bedeutungsvoll, nachdem praktisch jeder Säugling, früher oder später mit Kuhmilch gefüttert wird. Der kindliche Organismus ist jedoch nicht in der Lage, Kuhmilch aufzuspalten. Man vermutet, dass sich daraus über die Jahrtausende lange Verfütterung von Kuhmilch bei Säuglingen ein erblicher Faktor, eine Art „Kuhmilchallergie“ entwickeln konnte, denn selbst Säuglinge, die ausschließlich gestillt werden und noch niemals mit Kuhmilch direkt in Berührung gekommen sind, können allergische Reaktionen zeigen, wenn die Mutter Kuhmilchprodukte zu sich nimmt. Deshalb der dringende Rat an alle Mütter: Stillen Sie Ihr Kind solange wie möglich, mindestens aber sechs Monate, bis der Säugling auch feste Nahrung zu sich nehmen kann. Während im Säuglingsalter die Kuhmilchallergie im Vordergrund steht, tritt die Weizenallergie erst ab dem ersten Lebensjahr auf. Nachdem es sich bei beiden Lebensmitteln um Grundnahrungsmittel handelt, die mehr oder weniger täglich gegessen werden, sind durch den häufigen Kontakt damit, die Erscheinungen „maskiert“. Das heißt, es kann kein direkter Bezug zwischen Symptom und Allergen hergestellt werden. Dies macht es für den Patienten äußerst schwierig, sein zentrales Allergen selbst herauszufinden. Lässt man das zentrale Allergen jedoch drei bis vier Tage völlig weg, hält also Karenz, so kann nach dieser Demaskierung bei erneutem Genuss eine akute allergische Reaktion ausgelöst werden.

Akute Allergene
Im Gegensatz dazu können die akuten Allergene wie Erdbeeren oder Nüsse, deren Verzehr unmittelbar danach  zu allergischen Reaktionen führt, schnell identifiziert werden. Akute Lebensmittelallergien können auf alle Nahrungsmittel entwickelt werden. Es bestehen jedoch große Unterschiede in der Allergiepotenz. Die „Hitliste“ bei Kindern wird angeführt von Haselnüssen, Zitrusfrüchten, Kiwis, Zwiebeln, Senf, Hühnerei und Ketchup. Bei Erwachsenen ist zusätzlich der Genuss von Fisch und Schalentieren häufiger Allergieauslöser.

Allergiediagnostik
Entscheidend für eine wirkungsvolle Allergietherapie ist die genaue Diagnose. Dabei kommt der Anamnese oder Krankengeschichte eine besondere Bedeutung zu. Je gründlicher diese recherchiert wird, desto exakter kann die Therapie erfolgen und umso besser sind die Heilungschancen. Zusätzliche wertvolle Hinweise für die Diagnose liefern dem Arzt Beobachtungen des Patienten wo, wann und unter welchen Umständen sich das Krankheitsbild ausgeprägt oder verschlechtert hat. So erhält man beispielsweise durch die Lokalisation der Ekzeme erste Anhaltspunkte auf das zentrale Allergen. Neurodermitis auf dem Boeden einer „Kuhmilchallergie“ beginnt in der Regel in den ersten Lebensmonaten und äußert sich häufig zuerst am Kopf als so genannter Milchschorf und dann im Gesicht, speziell auf den Wangen, unter Aussparung der Augen- und Mundpartie, später in den Knie- und Ellenbeugen. In schweren Fällen kann sich das Ekzem am ganzen Körper ausbreiten. Neurodermitis mit dem Basisallergen Weizen setzt dagegen meist erst im zweiten Lebensjahr ein. Befallen ist hauptsächlich die untere Streckseite der Arme und der Handrücken. Im Gesicht ist die Haut um die Augen und um den Mund betroffen.
Neben den schulmedizinischen Testverfahren – Hauttest und Blutuntersuchungen – stehen naturheilkundliche Untersuchungs-methoden, die auf biophysikalischer Ebene ablaufen, zur Verfügung. Hierzu zählen zum Beispiel die Elektroakupunktur nach Dr. Voll oder der kinesiologische Muskeltest. Die Vorteile dieser Testverfahren liegen in der Schmerzfreiheit, der Unbedenklichkeit und der Anwendbarkeit selbst bei Säuglingen. Besonders die Elektroakupunktur liefert in der Hand eines erfahrenen Experten schnelle, zuverlässige Ergebnisse, besonders bei der Entlarvung der so wichtigen zentralen, maskierten Allergene.

Neurodermitis-Wenn die Haut verrückt spielt, Teil 2

Das ganzheitliche Therapiekonzept
Anders als in der konventionellen Medizin, die sich im Wesentlichen auf die Unterdrückung der Symptome konzentriert, versucht die Naturheilkunde, durch eine Umstimmung des Organismus und die Stärkung der körpereigenen Regulationsmechanismen, das Krankheitsgeschehen an seinen Wurzeln zu fassen und auf Dauer positiv zu beeinflussen. Das hier vorgestellte ganzheitliche Therapiekonzept zur Behandlung allergischer Erkrankungen ruht auf vier Säulen:
-    Ernährung
-    Darmsanierung
-    Bioresonanz-Therapie
-    Immunmodulation
Ernährung
Grundsätzlich sollten Neurodermitis-Patienten großen Wert auf die Qualität der konsumierten Lebensmittel legen. Obst, Gemüse und Salate sollten aus biologischem Anbau stammen, Fertigprodukte und raffinierte Produkte möglichst ganz gemieden werden. Allgemein günstig wirkt sich eine basische Ernährungsform aus, denn die Übersäuerung ist die Ursache für viele Fehlfunktionen des Körpers. In manchen Fällen wird rohe Kost, zum Beispiel Tomaten oder Äpfel nicht vertragen. In diesem Fall kann durch leichtes Dünsten eine Veränderung des Allergens und damit eine Verträglichkeit erreicht werden. Auch exotische Speisen sind für Neurodermitis-Geplagte problematisch, weil sich der Organismus mit jedem zusätzlichen unbekannten Stoff auseinandersetzen muss und unnötig das Immunsystem belastet. Heimischen Lebensmitteln sollte in jedem Fall der Vorzug gegeben werden. Nahrungsmittel, auf die eine akute Allergie besteht, wie etwa Nüsse, Zitrusfrüchte, Eier oder Erdbeeren, müssen selbstverständlich vollkommen gemieden werden. Verzichtet werden sollte auch auf so genanntes Fastfood und alle mit chemischen Stoffen, wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe u.s.w. behandelten Nahrungsmitteln.

Trinken
Täglich stilles Wasser trinken schützt nicht nur vor dem Risiko, an einer Allergie zu erkranken, sondern trägt auch maßgeblich zu deren Heilung bei. Die Erklärung dafür ist sehr einfach: Bei chronischer Wasserknappheit im Körper steigt der Spiegel des Entzündungshormons Histamin an. Histamin löst nämlich nicht nur Allergien aus, sondern ist auch dafür zuständig, das Wasser im Körper zu rationieren und den Organen je nach Wichtigkeit zuzuteilen. Erwachsene sollten zwei bis drei Liter pro Tag trinken, Kinder entsprechend ihres Gewichtes weniger (30ml Wasser pro kg Körpergewicht). Günstig auf den Heilungsprozess hat sich auch das Durchführen einer Kristallsalz-Soletrinkkur ausgewirkt. Erwachsene nehmen einen halben bis einen Teelöffel konzentrierte Sole auf ein großes Glas Wasser, bei Kindern und Säuglingen reicht ein Tropfen in Wasser verdünnt. Zu Beginn der Soletrinkkur kann es zu einer Erstverschlechterung der Haut kommen. Auch Durchfälle sind keine Seltenheit. Keine Sorge! Diese Nebenerscheinungen klingen rasch wieder ab. Durchfälle sind durchaus positiv zu bewerten, da sich dadurch der Darm von Fäulnis- und Gärungsprodukten befreit.

Die Rotationsdiät
Diese Ernährungsform ist eine gute Möglichkeit, die Entstehung von Allergien zu verhindern oder bereits unterschwellig vorhandene Allergien auf Lebensmittel nicht zum Ausbruch kommen zu lassen. So einfach wie der Gedanke dahinter, so durchschlagend ist in den meisten Fällen auch der Erfolg. Bei der Rotationsdiät darf ein und dasselbe Nahrungsmittel nur jeden vierten Tag gegessen werden. Das heißt, wenn am Montag Roggen auf dem Speiseplan steht, muss er bis zum Freitag gemieden werden. Das Erfolgsrezept dieser Karenz liegt in der Verweilzeit des Nahrungsmittels im Körper: Man geht davon aus, dass der Körper von der Aufnahme bis zur völligen Ausscheidung eines Nahrungsmittels ungefähr vier Tage benötigt. So ist es möglich, eine Toleranz für problematische Lebensmittel zu erreichen. Durch den viertägigen Rotationszyklus wird also verhindert, dass sich ein bestimmtes Nahrungsallergen im Verdauungstrakt anreichert. Die Rotationsdiät scheint zu Beginn etwas kompliziert und zeitaufwendig. Wer sich mit der Methode allerdings eingehender befasst und etwas Geduld mitbringt, wird dafür sicherlich belohnt werden.

Säuglingsernährung
Besteht bei einem Neugeborenen eine erbliche Allergie-Veranlagung, sollte der Säugling wenigstens die ersten sechs Monate ausschließlich gestillt werden. Bei berufstätigen Müttern empfiehlt es sich, die Milch abzupumpen und gegebenenfalls einzufrieren, um nicht auf andere Nahrung umsteigen zu müssen. Bei einer Säuglingsallergie kommt als Auslöser fast immer nur Kuhmilch in Frage. Vor dem sechsten Lebensmonat sollte daher auf herkömmliche Flaschen- und Breinahrung gänzlich verzichtet werden. Danach kann mit dem Zufüttern von Breien, Obst und Gemüse begonnen werden, bei bekannter Kuhmilch- oder Weizenallergie selbstverständlich ohne diese Bestandteile (Produkte siehe Kasten). Füttern Sie Ihr Baby zuerst nur mit gekochtem Obst und Gemüse, und ergänzen Sie die Ernährung immer nur um ein weiteres Nahrungsmittel, um eventuelle allergische Reaktionen zuordnen zu können. Lebensmittel mit bekannt hohem allergischen Potential wie Kuhmilch, Weizen, Hühnerei, Zitrusfrüchte, Kiwi, Fisch, Tomaten, Nüsse, Schokolade und Erbsen sollten im ersten Lebensjahr ganz gemieden werden.

Flaschennahrung
Sollten Sie Ihr Baby nicht oder nicht lange genug stillen können empfiehlt sich zur Vorbeugung gegen eine Allergie die so genannte HL-Nahrung, die hypoallergene Kost. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es sich lediglich um veränderte Eiweißmoleküle der Kuhmilch handelt, die Basis ist und bleibt Kuhmilch. Bei bekannter Kuhmilchallergie dürfen sie deshalb nicht verfüttert werden, stattdessen werden als Flachennahrung Produkte auf Sojabasis empfohlen. Bekommen Kinder diese mehrmals täglich, besteht jedoch die Gefahr, dass sie auch auf Soja eine Allergie entwickeln können. Dies betrifft allerdings nur Präparate mit intakter, das heißt unbehandelter Sojamilch. Wird Sojamilch hydrolisiert, das heißt die Eiweißketten in kleine Teile aufgespaltet, verliert es sein allergisches Potential. Diese künstliche Nahrung sollte den Notfällen vorbehalten bleiben, denn mit „lebendiger“ Ernährung hat dies freilich nichts mehr zu tun. Als Alternative kommen auch Ziegenmilch (auch tief gefroren erhältlich), Schafsmilch oder Stutenmilch in Betracht. Die einzige wirklich richtige Ernährung ist und bleibt aber die Muttermilch und Sie sollten alles daran setzen, Ihr Kind die ersten Monate ausschließlich damit zu füttern.

Kuhmilch- und weizenfreie Flaschennahrung
• Milupa Pregomin (hydrolisiertes Sojabasis)
Milupa AS (reine Aminosauren)
• Lactopriv Töpfer (Sojabasis)
• Humana SL (Sojabasis)

Kuhmilch- und weizenfreie Breie (ab dem sechsten Monat)
• Milupa Ipf-Brei
• Sinlac-Brei (Nestle)
• Lactopriv Apfelbrei (Töpfer)

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 1

Dr. Ruediger Dahlke beleuchtet Ursachen und Gründe des Krankheitsbildes Allergie aus einem nicht alltäglichen Blickwinkel
Kaum ein Krankheitsbild hat in den letzten Jahrzehnten so zugenommen wie die Allergie. Woran liegt das? ist die naheliegende Frage der Forscher, die zu vielen Spekulationen und einigen interessanten Antworten geführt hat. Sie reichen von der zunehmenden Umweltverschmutzung über ungesunde Ernährung, Medikamentenabusus und ungeprüftem Einsatz von Chemikalien bis hin zu dem Verdacht, die Immunsysteme heutiger Menschen seien generell dem Stress des modernen Lebens nicht mehr gewachsen und die Grenzen der Belastbarkeit bei weitem  überschritten. So hat eine schulmedizinische Studie ergeben dass Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine einzige Antibiotika-Behandlung bekommen haben, ein um mehr als 50 % erhöhtes Allergierisiko davon tragen. Leider wurde nach diesem spektakulären Ergebnis nicht weitergeforscht, denn es wäre ja hochinteressant zu erfahren, wie sich Antibiotikagaben in späteren Jahren auswirken. Der Verdacht liegt nahe, dass sie auch dann die Wahrscheinlichkeit auf nachfolgende allergische Reaktionen erhöhen.

Keine Zeit für Infekte
Wie ist solch ein erschreckendes Ergebnis zu erklären? Im Rahmen der „Archetypischen Medizin“, die sich mit der Be-Deutung und Symbolik der Krankheitsbilder beschäftigt, fällt eine Erklärung leicht.
Demnach sind Infektionen in den Körper verschobene Konflikte. Das Abwehrsystem kämpft gegen eingedrungene Erreger. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen, die sich mit dem Leben aktiv und offensiv auseinandersetzen, ja sich vom Leben und seinen Herausforderungen erregen lassen, die sich Auseinandersetzungen mutig stellen und die heißen Eisen in ihrem Leben anpacken, abwehrstärker sind als solche, die sich den Herausforderungen verweigern und sich eher aus Angst verkriechen. Wer sich also nicht mehr vom Leben erregen lässt, sondern sich verschließt, öffnet sich stattdessen umso leichter den überall vorhandenen Erregern. So zeigt die tägliche Erfahrung, dass es immer die gleichen engagierten Menschen sind, die ihr Leben meistern und darauf brennen, es selbst zu gestalten und daher keine Zeit für grippale Infekte haben, während es andererseits immer dieselben sind, die keine Grippewelle auslassen. Menschen, die sich dem Leben verweigern, sind also im medizinischen Sinn eher abwehrschwach. Sie müssen die Kämpfe und Auseinandersetzungen, die sie mit ihrer Umwelt vermeiden, im Körper austragen, der sozusagen zum stellvertretenden Schlachtfeld wird. Insofern wird der Körper zu einer Bühne für jene Inhalte, die auf der Bewusstseinsebene nicht stattfinden.

Ungelöste Konflikte als Auslöser der Allergie
Aber wer schon im Bewusstsein unwillig war, sich einer Herausforderung zu stellen, wird auf der Körperebene auch nicht mehr Lust dazu haben. Er sucht sich folglich schulmedizinische Hilfe. Mit Antibiotikagaben versuchen dann Schulmediziner die Darstellung des Konfliktes im Körper verhindern, blockieren damit aber unabsichtlich eine weitere Ausdrucksmöglichkeit der Betroffenen. Das führt leider nicht dazu, dass die Seele aufgibt und das Thema verlässt, sondern sie sucht offenbar neue Ausdrucksmöglichkeiten. Einiges spricht dafür, dass die Thematik durch solche Blockadetechniken auch nichts von ihrer Brisanz verliert, sondern im Gegenteil noch schärfer und bedrohlicher ihr Recht auf Ausdruck und Beachtung durchsetzt. Insofern ist es nicht erstaunlich, dass Verdrängtes weiter drängt und unterdrückte Infektionen spätere Allergien begünstigen. Diese Verschiebung ist durchaus nicht beliebig, denn sowohl hinter Infektionen als auch Allergien steckt das Thema Aggression. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Entzündungen um Konflikte zwischen Angreifern in Gestalt der Erreger und Abwehrmaßnahmen des Immunsystems. Der Unterschied zu den Allergien ist prinzipiell gering. Lediglich die Erreger sind hier durch Allergene ersetzt. In beiden Situationen wird aber auf Biegen und Brechen gekämpft. Dass es sich bei der Verschiebung von den Infektion zur Allergie um eine Eskalation handelt, mag daran deutlich werden, dass die Erreger immerhin potentiell gefährlich sein können. Die Allergene dagegen sind in der Regel harmlose Stoffe, meist auch noch natürlichen Ursprungs. Blütenpollen, die im Rahmen des Heuschnupfens in jedem Frühling von Millionen Menschen – im wahrsten Sinne des Wortes – bis aufs Blut bekämpft werden, sind im Prinzip gesund, weshalb sie sich auch in der Gesundheitsszene großer Beliebtheit erfreuen. Bei den Pollen ist es lediglich ihre symbolische Bedeutung, nämlich den nicht ausgetragenen verdrängten Konflikt, der zwar unbewusst aber deshalb nicht weniger vehement bekämpft wird. Die nächste Eskalationsstufe ungelebter Aggression wäre die Bekämpfung körpereigenen Gewebes aufgrund seiner Symbolik. Diese Ebene ist bei den Autoaggressionskrankheiten wie etwa Rheuma, aber auch Multipler Sklerose erreicht.

Allergie als Symbol
Wie viel schwerwiegender die Situation bei den Allergien im Vergleich zu den Infektionen ist, zeigt sich nicht nur an deren grundsätzlich chronischer Natur, sondern auch an Dingen wie fehlender Inkubationszeit. Bei Bakterieninfektionen muss das körpereigene Abwehrsystem zuerst einmal bei den Bakterien Maß nehmen, um davon ausgehend seine, wie gezielte Lenkwaffen funktionierenden Antikörper produzieren zu können. Die Zeitspanne vom ersten Kontakt bis zum Gegenangriff dieser Lenkwaffen nennt man Inkubationszeit. Da diese bei Allergien entfällt und die Reaktion sofort einsetzt, kann man davon ausgehen, dass der allergische Organismus in jedem Moment schon immer gerüstet ist, d.h. seine Waffenschmieden im Knochenmark sind immer aktiv, seine Waffenkammern immer gefüllt. Wer aber ständig rüstet und der Welt waffenstarrend begegnet, ist offenbar aggressiver als jemand, der sich immer erst auf etwaige Angriffe einstellen muss. Es spricht also alles dafür, dass der Schritt von der Infektion zur Allergie eine Eskalation ist, die wir besser vermeiden sollten. Tatsächlich tun wir heute genau das Gegenteil. In den letzten 25 Jahren meines Arztseins haben Allergien in atemberaubender Geschwindigkeit zugenommen. Zur Zeit meines Examens war jeder 10. Bundesbürger Allergiker, heute ist es schon jeder dritte mit weiter steigender Tendenz. Nach diesem Ansatz, der mit „Krankheit als Weg“ begann und bis zu „Krankheit als Symbol“ führte, ist jedes Krankheitsbild, das sich auf körperlicher Ebene ausdrückt, psychosomatisch, denn wo eine Form und Gestalt ist, lässt sich auch ein dazugehöriger Inhalt finden. Man müsste ihn nur suchen.

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 2

Symbolik der Allergene
Bei der Allergie führt das zielstrebig in den Bereich der Aggressionsproblematik. Allergiker führen Krieg und bekämpfen in ihren Allergenen Symbole, die für andere völlig harmlos sind und auch von ihrer materiellen Ebene her nichts Gefährliches haben. Erst wenn man hinter Pollen den männlichen Samen der Pflanzen erkennt, mag klar werden, wogegen sich die unbewusste Abwehr richtet. Ähnlich wären die verschiedenen Tierhaare einzustufen. Auch hier verbirgt sich der oberflächlichen Betrachtung eine durchaus erotische Bedeutungsebene, die noch in Worten wie „Schmusetier“ herauskommt. Die Katze ist eben eine verschmuste Verführerin, das Reitpferd spiegelt in seiner urwüchsigen Kraft Triebhaftigkeit. Raubtiere haben sowohl diese große Kraft als auch etwas Verführerisches neben der kuscheligen Weichheit, die alle Pelztiere verkörpern. Pelzmäntel werden deshalb auch nicht wegen der Wärme getragen, sondern wegen ihrer erotischen Ausstrahlung, anderenfalls wäre das Fell unbedingt nach innen zu kehren, wie es die Eskimos machen. Neben der Gruppe der im weitesten Sinne erotischen Allergene gibt es die große Gruppe jener, die Schmutz und verwandte Themen verkörpern. Hierher gehört der Hausstaub, der als Symbol der Unsauberkeit und als Feind jeder guten Hausfrau gilt und diesen Ruf als Kot der Hausstaubmilbe auch wirklich verdient. Die genaue Bedeutung der eigenen Allergene lässt sich in einem Buch wie „Krankheit als Symbol“ nachschlagen oder besser noch in der eigenen Seelenbilderwelt mit einer CD wie „Allergie“ erfahren. Tatsächlich ist es in jedem Fall notwendig, neben dem intellektuellen Verständnis eines Krankheitsbildes auch dessen Hintergrund im Reich der eigenen Bilder zu erfahren. Dazu sind die mit Musik unterlegten „Reisen nach innen“ gut geeignet.

Äußerliche Therapieansätze
Natürlich sollte diese Art von umfassendem psychosomatischen Verständnis aber nicht dazu führen, Krankheitsbilder nur noch von der seelischen Ebene her anzugehen. Der Mensch ist immer ein Gesamtkunstwerk, und die vielen Ebenen seiner Existenz kommen ständig zusammen und ergänzen sich. Jedem Menschen kann, wenn auch nicht spezifisch für seine Krankheitssymptomatik dadurch geholfen werden, dass er sich sinnvoll ernährt und genug gutes Wasser trinkt, dass er seinen Organismus regelmäßig und am besten fastend reinigt und ihn entsprechend bewegt. Bei den Allergien kommen natürlich auch abwehrstärkende Maßnahmen in Frage von Eigenblut über Eigenurin bis hin zu den guten alten hoch wirksamen Übungen von Pfarrer Kneipp . Auch moderne Ansätze, wie die Bioresonanztherapie oder die Darmsanierung mit Hilfe der Colon-Hydro-Therapie sind sehr hilfreich, um so mehr, wenn man bedenkt, dass zirka 80 Prozent des Immunsystems im Darm beheimatet sind. Ein Königsweg der Allergiebehandlung ist auch die klassische Homöopathie, die sowohl die Konstitution der Betroffenen als auch die spezielle allergische Situation mit einbezieht. Die von mir vertretene deutende Medizin ist letztlich auch ein homöopathisches Verfahren, denn auch hier geht es nicht darum, die Symptome zu unterdrücken, sondern im Gegenteil sie bezüglich ihres Sinnes zu hinterfragen und die in ihnen verborgene Lernaufgabe zu erkennen. Nicht zufällig fragten die alten Ärzte „Was fehlt Ihnen?“ und drückten damit die Chance aus, die in jedem Krankheitsbild schlummert. Denn nur wenn man krank war, wurde man so gefragt und konnte folglich Fehlendes ins Leben integrieren und damit vollständiger und heiler werden.

Allergien – Symbolik und Be-Deutung einer Volkskrankheit, Teil 3

Die positiven Seiten der Aggression
Im Fall der Allergie fehlt der Zugang zum Prinzip der Aggression, der durchaus zu lernen ist. Das Problem ist hier lediglich, dass wir das ganze Thema Aggression heute so hassen, dass wir es in Bausch und Bogen verdammen, gerade wegen ihrer negativen Ausprägungen. Wir ernten aber gerade deswegen soviel Gewalt und Brutalität, weil wir die positiven Seiten dieses Archetyps nicht mehr erkennen, wie zum Beispiel Mut und Entschlossenheit, Kraft und Energie, Entscheidungsfähigkeit und Wille. Auch Durchsetzungsfähigkeit und Dynamik gehören hierher und zeigen uns, wie sehr gerade solche Eigenschaften heute im modernen Leben fehlen. Wenn wir eine Hierarchie unter den verschiedenen Eingriffsmöglichkeiten bei den verschiedensten Krankheitsbildern finden wollen, können uns die Erfahrungen der alten Medizinsysteme des Ostens weiterhelfen. So wurde in China der Arzt vor allem dann honoriert, wenn die Menschen gesund waren, weil er Bedrohungen ihrer Gesundheit schon im Vorfeld aufgefangen hat. Gesunde Ernährung stand hier in der Wertung deutlich über der Kräutermedizin, darüber aber rangierte noch die typgerechte Ernährung, die sich der jeweilige Mensch selbst suchen musste. Über solch konkreten Maßnahmen stand jedoch die Sorge um das Gesundheitsverhalten. Von diesem wiederum wusste man, dass es aus der Welt der Emotionen und Gefühle gespeist wurde, und darum diese Seelenwelt sehr hoch eingestuft wurde – direkt unter der Ebene des Bewusstseins. Auch die indisch-ayurvedische Medizin hatte, ähnlich der chinesischen, einen philosophischen Hintergrund, der sich über Jahrtausende bewährt hat. Im Gegensatz dazu hat sich die Halbwertszeit des Wissens der modernen westlichen Medizin auf fünf Jahre reduziert. Wer das System der alten Kulturen übernimmt und Ärzte wieder für Erfolg statt für Misserfolg honoriert werden, wird sofort merken, dass die Ernährungsberaterin über dem Chirurgen und der Tai Chi- Lehrer über dem Internisten steht. Darüber aber stünde die Psychotherapie und schließlich ganz oben die auf das Bewusstsein wirkende Meditation.

Lösungsversuche der Schulmedizin
Doch die medizinische Wirklichkeit sieht anders aus, wie wir an den Erfahrungen mit der schulmedizinischen Desensibilisierung sehen können. Zwar kann man damit im ersten Jahr danach die Symptome oft zum Verschwinden bringen, jedoch ist es meist nur eine Zeitfrage bis sie nun von anderen aber symbolisch ähnlichen Allergenen wieder ins Spiel gebracht werden. Dieses Verfahren haben Schulmediziner selbst als Symptomverschiebung entlarvt. Dahinter steckt, dass die Ursache, nämlich die Aggressionsproblematik immer an die Oberfläche des Bewusstseins drängen muss, solange sie ungelöst bleibt. Eine andere Strategie wäre die der Vermeidung aller Allergene. Dem sind jedoch Grenzen gesetzt, denn es gibt heute schon Allergiker, die gegen alle Nahrungsmittel bis auf ein oder zwei Ausnahmen allergisch reagieren. Die große Mehrheit der Gesellschaft favorisiert jedoch die Vermeidungsstrategie. Dies können wir vor allem im Frühling erleben, wenn direkt auf die Nachrichten der Wettervorhersage mit dem Pollenflugbericht für Allergiker, wie eine Kriegsberichterstattung folgt. Weidenpollenflug im Raum München Nord soll dann den dort lebenden Allergikern offenbar suggerieren, dass sie lieber zuhause bleiben oder gleich die Schutzräume aufsuchen sollen. Tatsächlich hatte die Schulmedizin in ihrer Hilflosigkeit gegenüber den Allergien vor Jahrzehnten allergenfreie Kammern befürwortet, eine Art vollklimatisierten Sarg, aus dem alles Lebendige und damit Gefährliche herausgehalten werden sollte.

Schulmedizin: Unterdrücken statt heilen
Die „erfolgreichste“ Methode der Schulmedizin ist die Unterdrückung der allergischen Symptome mit Mitteln wie den Antihistaminika oder Kortison. Das funktioniert natürlich, aber mit den Symptomen werden so auch viele andere Ausdrucksformen des Lebens unterdrückt. Antihistaminika machen nicht umsonst müde, Kortison führt auf Dauer zu schweren Nebenwirkungen. Hinzu kommt noch, dass die im Symptom gebundene Energie den Betroffenen auf diese Weise vorenthalten bleibt. So wird klar, warum so viele schulmedizinische Behandlungsformen der Unterdrückung die Lebensenergie herabsetzen und dem eigentlichen Ziel, vor Lebendigkeit sprühender Gesundheit, entgegenstehen. Der einzige Vorteil dieser Behandlung für den Patienten liegt darin, dass er sein Leben nicht verändern muss, keinerlei Eigenverantwortung zu entwickeln hat und genauso weitermachen kann wie bisher.

Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild als Weg
Wer dagegen den kurzfristig mühevolleren Weg der Bewusstwerdung im Sinne von „Aggression als Chance“ auf sich nimmt, wird langfristig ebenfalls seine Symptome loslassen können. Dazu wird er aber keine Energie im Sinne der Unterdrückung verbrauchen, sondern im Gegenteil noch die bisher in den Symptomen gebundene Energie befreien. Ganz abgesehen davon, dass sein Leben offensiver, mutiger und damit noch energievoller und erfolgreicher werden wird. Wer lernt, sich selbst seiner Haut zu wehren, anstatt dieselbe im Sinne von Neurodermitis ausschlagen zu lassen, wird offensichtlich langfristig mehr vom Leben haben, als jener, der die Neurodermitis mit Hilfe von Kortisonsalben von der Haut verbannt, um dieselbe Aggressionsenergie später in Form von Asthma, jenem anderen allergischen Krankheitsbild, in den Lungen zu ernten. Der Weg von unserem ersten Kommunikationsorgan Haut zum zweiten, der Lunge, ist ein häufig gewählter, wie alle Kinderärzte wissen, die erleben mussten, wie unterdrückter Milchschorf zur Lungenmanifestation tendiert. Aber auch Homöopathen kennen das Phänomen, dass bei der Behandlung des Asthma oft wieder Hauterscheinungen als Zwischenstadien auftreten. Der Weg der Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild und den dahinterliegenden Prinzipien, ist sicher kurzfristig ungleich unbequemer als der schulmedizinische Weg der Unterdrückung. Mittel- und langfristig ist er aber ungleich gesünder und heilsamer. Er wird das Leben im wahrsten Sinne des Wortes bereichern, da er Fehlendes integriert und über Eigenverantwortung zur Autonomie führt.

Literatur zum Thema:
Krankheit als Weg
Krankheit als Symbol (Bertelsmann)
Aggression als Chance(Bertelsmann)
CD „Allergie“ (Goldmann Arkana-Audio)
Info zur Arbeit von Ruediger Dahlke: www.dahlke.at