Aktivkohle-Blockfilter

Wasseraufbereitung mit Hilfe von Aktivkohle-Blockfiltern wird zwar häufig mit Tischfiltern, Kannenfiltern und Aktivkohle-Granulatfiltern verglichen, unterscheidet sich jedoch grundsätzlich von diesen Filtersystemen. Im Vergleich zu den Tisch- und Kannenfiltern haben Blockfilter eine völlig andere Aufgabe – nämlich die Entfernung von Schadstoffen. Im Vergleich zu den Granulatfiltern ist das Leistungsspektrum deutlich erhöht, und die bekannten negativen Begleiterscheinungen sind weitestgehend ausgeräumt. Für die Blockfiltration wird Leitungsdruck benötigt.

Mit Wasseraufbereitungsgeräten dieser Art sind Sie in der Lage, sowohl sehr feine Partikel zurückzuhalten als auch viele Schadstoffe aus dem Wasser zu filtern. Die meisten dieser Filtersysteme können organische Verunreinigungen (zum Beispiel Pestizide) sowie Asbestfasern, Chlor, Chlorabbauprodukte, Chlordioxid, mehrzellige Mikroorganismen und Blei zurückhalten. Nicht alle Blockfilter-Produkte können Kupfer nachhaltig filtern. Nur sehr wenige sind in der Lage, auch Medikamentenrückstände und Hormon-ähnliche Stoffe oder Bakterien ganz sicher zu entfernen.

Gelöste Mineralien werden nicht zurückgehalten und verbleiben im Trinkwasser.

Vorteile

Aktivkohle hat eine sehr große innere Oberfläche und dadurch eine sehr hohe Aufnahmekapazität. Damit kann sie einen Großteil der Schadstoffe binden, die sich im Leitungswasser befinden. Der pH-Wert des Wassers wird nicht verändert.

Bei Einhaltung der Nutzungsdauer in Litern und Zeit sind die Systeme sehr leistungsfähig. Die Durchflussgeschwindigkeit bei Membran-Aktivkohle-Blockfiltern ist gegenüber den reinen Aktivkohle-Blockfiltern durch die innen liegende Membran deutlich erhöht. Die Leistung von 120 bis 500 Litern pro Stunde ist im

Vergleich zu anderen Systemen sehr hoch. Die Geräte sind preiswert und einfach zu installieren, die Folgekosten sind gering.

Nachteile

Die Filterleistung der Aktivkohle ist nur für eine bestimmte Litermenge und einen bestimmten Zeitraum gewährleistet. Ähnlich wie ein Schwamm kann auch ein Filter nur eine bestimmte Menge an Schadstoffen aufnehmen. Wird der Filter länger genutzt als angegeben, nimmt die Reinigungsleistung ab. Deswegen müssen die Filter abhängig vom Hersteller in bestimmten Zeiträumen nach 1.500 bis 10.000 Litern Wasserdurchfluss ausgetauscht werden. Das Herausfiltern von Nitrat und Nitrit ist nicht möglich. Ein weiterer Nachteil ist, dass Bakterien im Laufe der Zeit durch den Filter wachsen können. Deshalb sind unabhängig von der Durchflussmenge regelmäßige Wechselintervalle spätestens alle sechs Monate einzuhalten. Mineralien werden nicht gefiltert und verbleiben im Wasser. Dies muss jedoch kein Nachteil sein. Die Schadstoffschwingungen der ausgefilterten Substanzen können nicht beseitigt werden.