Kannenfilter

Mit den Kannenfiltern soll in erster Linie eine Verbesserung des Leitungswassers hinsichtlich Geschmack und Aussehen erreicht werden, insbesondere für die Zubereitung von Heißgetränken wie Tee oder Kaffee. Beim Erhitzen und Kochen von Leitungswasser verursachen die im Wasser enthaltenen Calciumcarbonate (Kalk) unappetitliche Wassertrübungen und Schlieren. Sie bewirken außerdem bei Getränken wie Tee oder Kaffee unerwünschte Geschmacksveränderungen.

Um diese Unannehmlichkeiten des kalkhaltigen Wassers zu beseitigen, wurden die Kannenfilter entwickelt.

Vorteile

Für Kannenfilter ist keine Installation nötig. Die Optimierung von Leitungswasser für schmackhaften Tee und Kaffee ist mit diesen Geräten einfach, da Kalzium und Magnesium nahezu restlos entfernt werden. Sie sind leicht aufzustellen und einfach in der Handhabung.

Nachteile

Kannenfilter sind nicht dazu geeignet, um gezielt Schadstoffe aus dem Wasser zu entfernen. Da die Filterkartuschen zur Verkeimung neigen, werden Desinfektionsmittel (wie Silberverbindungen) eingesetzt. Die eingesetzten Desinfektionsmittel gelangen aus dem Filter auch ins gereinigte Wasser. Dieses unterliegt nicht der Trinkwasserverordnung, sondern der Lebensmittelgegenstände- und Bedarfsgegenständeverordnung (LMBG). Daher darf das gefilterte Wasser eine viel höhere Keimzahl haben, als nach der Trinkwasserverordnung erlaubt. Die im Filter enthaltenen Ionenaustauscher geben andere Ionen an das gefilterte Wasser ab, zum Beispiel Wasserstoff. Außerdem wird der pH-Wert stark gesenkt auf bis zu pH4 (sauer). Die Kapazität der Filterkartuschen ist sehr gering, dadurch entstehen relativ hohe Verbrauchskosten und größere Abfallmengen. Wird der regelmäßige Wechsel des Filters nicht eingehalten, kann er die aufgenommenen Stoffe wieder ans Wasser abgeben.